Neuer Glanz hinter Gittern: JVA Mühldorf nach Millionen-Sanierung wieder eröffnet
Am 16. Februar 2026 war es endlich so weit: Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Mühldorf am Inn öffnete nach einer umfassenden Sanierung von 4,5 Millionen Euro wieder ihre Türen. Ein historisches Gebäude, das zwischen 1965 und 1967 errichtet wurde und die erste Justizvollzugsanstalt in Bayern nach dem Zweiten Weltkrieg war, erstrahlt nun in neuem Glanz. Die Sanierungsarbeiten, die im Mai 2024 begannen, dauerten über eineinhalb Jahre und mussten aufgrund von Verzögerungen, wie der Kündigung eines Hauptauftragnehmers und ungünstigen Wetterbedingungen, etwas länger als geplant durchgeführt werden. Aber hey, das Budget wurde eingehalten – und das zählt schließlich auch!
Die JVA, die zuvor als zentrale Einrichtung für Abschiebehaft genutzt wurde, war während der Sanierung auf null Belegung reduziert. Die Häftlinge wurden auf andere bayerische Gefängnisse verteilt, was sicherlich für einige turbulente Zeiten sorgte. Jetzt, wo alles wieder in Betrieb ist, sind aktuell 42 Häftlinge untergebracht, eine reduzierte Kapazität von 74 Haftplätzen. Und das, wo das Gefängnis eigentlich mal 82 Plätze gehabt hat!
Modernisierung mit einem Blick auf die Zukunft
Die durchgeführten Sanierungsmaßnahmen sind beeindruckend, wenn man bedenkt, welche Anforderungen an moderne Haftanstalten gestellt werden. Alte Holzfenster wurden gegen moderne Holz-Aluminium-Fenster ausgetauscht, und ein 200 mm starkes Wärmedämmverbundsystem wurde installiert. Auch die Mauertore wurden erneuert, die Feuerwehrzufahrt ist nun sicherer, und der Außenzaun wurde überarbeitet. Barrierefreier Zugang durch eine neue Rampe ist ebenfalls ein großer Schritt in die richtige Richtung. Dazu kommt die Installation von Ladestationen für Elektroautos – da wird der Umweltgedanke klar sichtbar!
Die Essensversorgung erfolgt täglich frisch aus der Küche der JVA. Es gibt sogar einen kleinen Besucherraum, der allerdings nur an einem Tisch mit Trennscheibe genutzt werden kann. Ein bisschen trist, oder? Aber es gibt Pläne, eine Kinderspielecke einzurichten, was die Sache auflockert. Und die Kommunikation hat sich dank eines Videodolmetscher-Systems erheblich verbessert – immerhin sind 65 % der Insassen Ausländer. Das zeigt, wie wichtig Integration und Verständigung sind.
Herausforderungen und Chancen
Die Personalplanung in der Einrichtung ist eine Herausforderung. Mit 28 Mitarbeitern wird der Betrieb aufrechterhalten, aber wie so oft im Leben, gibt es auch hier Schwierigkeiten. Der offene Vollzug mit Resozialisierungsanreizen ist derzeit leer, weil geeignete Gefangene fehlen. Aber es gibt Hoffnung! Weiterbildungsmöglichkeiten durch Kooperationen mit der IHK und HWK sind ein wichtiger Schritt, um den Häftlingen eine Perspektive zu bieten. Und während einer Hitzewelle können die Insassen durch Öffnen von Fenstern und Duschzeiten für Abkühlung sorgen – das ist vielleicht nicht die schlechteste Idee!
Die Baumaßnahmen in der JVA Mühldorf sind ein Teil der bayerischen Baupolitik im Strafvollzug, die darauf abzielt, die räumlichen Voraussetzungen gemäß dem Bayerischen Strafvollzugsgesetz zu schaffen und zu erhalten. Seit 1992 wurden insgesamt 1.358,4 Millionen Euro für Baumaßnahmen aufgewendet – das zeigt, wie ernst die Justiz die Verbesserung der Haftbedingungen nimmt. Es geht nicht nur um die Schaffung moderner Haftplätze, sondern auch um die Anpassung der Haftplatzkapazitäten an die voraussichtliche Entwicklung der Gefangenenzahlen. Das ist ein langer, aber notwendiger Weg!
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