Am Dienstag, dem 19. Mai 2026, war ein bedeutender Tag für die politische Landschaft in Miesbach. Josef Bierschneider, der Bürgermeister von Kreuth und Mitglied der CSU, wurde zum neuen Vize-Landrat gewählt. In einer geheimen Abstimmung im Rottacher Seeforum erhielt er die Stimmen von 51 Kreisräten. Es gab zwar einige Alternativen, wie die Stimmen für Elisabeth Dasch von der SPD und Georg Kittenrainer von der CSU, aber letztendlich war Bierschneider der einzige Kandidat für das Amt. Landrat Jens Zangenfeind von der FWG würdigte seine Loyalität und kollegiale Art, die ihn zu einem geschätzten Wegbegleiter gemacht haben.

Die Wahl brachte auch eine spannende Diskussion über die zukünftige Anzahl der Stellvertreter mit sich. Während Martin Beilhack von der BP und einige andere für die Reduktion auf einen Stellvertreter plädierten – hauptsächlich aus finanziellen Gründen –, sprachen sich Cornelia Riepe und andere für die Beibehaltung der bisherigen Regelung aus. Letztendlich entschieden sich 34 Kreisräte für die Variante mit nur einem Stellvertreter. Thomas Tomaschek von den Grünen wurde als weiterer Stellvertreter gewählt und setzte sich gegen Beilhack und Dasch durch.

Ein Blick auf die Kandidaten der CSU

Im Vorfeld der Kommunalwahl 2026 hat die CSU eine umfassende Liste von Kandidaten für den Landkreis Miesbach aufgestellt. Unter den Bewerbern finden sich viele bekannte Gesichter. Franz Schnitzenbaumer, der 1. Bürgermeister von Schliersee und Landratskandidat, ist mit 63 Jahren einer der ältesten Kandidaten. Maria Dießl aus Otterfing, eine Bäuerin und stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende, bringt mit ihren 65 Jahren nicht nur Erfahrung, sondern auch eine tiefe Verwurzelung in der Region mit.

Alexander Radwan, der Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete, und Martina Ettstaller, ebenfalls stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende, sind weitere bemerkenswerte Namen auf der Liste. Georg Kittenrainer, der 1. Bürgermeister von Bayrischzell, hat als Landwirtschaftsmeister ebenfalls viel zu bieten. Die Liste umfasst auch junge Kandidaten, wie den 33-jährigen Sebastian Kölbl aus Rottach-Egern, der als Betriebswirt und CSU-Ortsvorsitzender auftritt.

Ein neues Kapitel für Miesbach

Mit der Wahl von Bierschneider und der Neuausrichtung der Stellvertretungen steht Miesbach vor einem interessanten politischen Kapitel. Die Debatten über die Anzahl der Stellvertreter spiegeln nicht nur die finanziellen Herausforderungen wider, sondern auch die unterschiedlichen Meinungen innerhalb der Kreisräte. Die Entscheidung, in Zukunft nur einen Stellvertreter zu haben, könnte weitreichende Konsequenzen für die politische Arbeit im Landkreis haben.

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Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich die neue Konstellation auf die Politik und die Bürger von Miesbach auswirken wird. Die engagierten Bürger erwarten sicherlich, dass die gewählten Vertreter ihre Interessen im Blick haben und die Region weiterhin positiv gestalten. In einem Landkreis, der so reich an Traditionen und Herausforderungen ist, bleibt es spannend zu beobachten, wie sich die politischen Akteure positionieren und welche Ideen sie einbringen werden.