Die Spargelzeit ist in vollem Gange! In Linden-Schrobenhausen, einem kleinen, beschaulichen Ort, bewirtschaftet Josef Rehm seinen Spargel-Hof im Nebenerwerb. Mit 66 Jahren bringt er eine ganze Menge Erfahrung mit, denn der Spargelanbau ist seit Generationen in seiner Familie verwurzelt. Ursprünglich hat er als Mechatroniker gearbeitet und 30 Jahre in einer Bank verbracht. Doch die Liebe zur Landwirtschaft hat ihn zurück auf den Hof geführt, wo er nun mit viel Hingabe und Leidenschaft Spargel anbaut – ganz traditionell und ohne den Einsatz von Folie oder Unkrautvernichtern.
Josef Rehm erntet seine Spargelstangen zweimal täglich, um die erstklassige Qualität zu garantieren, die auch die Gourmet-Restaurants in München schätzen. „Tantris“ und „Malva“ gehören zu seinen Stammkunden. Der Spargel wächst, wenn die Temperaturen stimmen – die Saison beginnt traditionell um den Muttertag im Mai und endet am 24. Juni, denn „Kirschen rot, Spargel tot“, lautet die Regel. Auf die altdeutschen Sorten legt Rehm großen Wert, um deren Erhalt zu sichern. Das Ergebnis? Ein Spargel, der nicht nur frisch, sondern auch geschmacklich herausragend ist.
Frische und Regionalität im Fokus
Der Hofladen von Josef Rehm ist täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Hier können die Kunden ihren frisch gestochenen Spargel aus eigener Ernte direkt erwerben. Mit einem Preis von 18 Euro pro Kilogramm ist dieser Spargel nicht nur ein Genuss, sondern auch ein Stück Tradition. Der Familienbetrieb legt großen Wert auf Qualität, Frische und Regionalität. Und das merkt man nicht nur am Spargel, sondern auch an den weiteren saisonalen Spezialitäten, die hier angeboten werden. Ein Besuch auf dem Hof ist immer ein Erlebnis – der Duft des frischen Spargels und das Gefühl von Bodenständigkeit sind einfach einmalig.
Die Spargelernte in Deutschland beginnt im April und zieht sich bis Ende Juni. Frischer Spargel hat einige klare Merkmale: Er sollte glänzend, prall und knackig sein, mit einem geschlossenen Kopf und feuchten Schnittenden. Wenn er beim Reiben quietscht, weiß man, dass man einen echten Hochgenuss in der Hand hält! Innerhalb von 1 bis 3 Tagen hält sich frischer Spargel im Kühlschrank, wenn man ihn in ein feuchtes Tuch wickelt. Das ist wichtig, denn jeder, der schon einmal Spargel selbst zubereitet hat, weiß: Qualität zählt.
Tradition trifft auf moderne Herausforderungen
Die Spargelernte ist eine arbeitsintensive Angelegenheit. Handernte ist nach wie vor die Methode der Wahl, auch wenn Maschinen für bestimmte Arbeiten eingesetzt werden. Bei der Ernte kommen spezielle Spargelmesser zum Einsatz, und es ist ein ganzes Stück Arbeit, die zarten Stangen sorgfältig zu schneiden. Besonders der Bleichspargel, der unter Lichtabschluss wächst, muss sofort nach der Ernte auf 2 Grad Celsius gekühlt werden, um die Frische zu bewahren. Das alles erfordert viel Erfahrung und vor allem auch Leidenschaft für das, was man tut.
Die Spargelanbaufläche in Deutschland wächst stetig, und 2025 erstreckte sie sich auf ca. 22.500 Hektar, was etwa 17% der gesamten Gemüseanbaufläche ausmacht. Die Hauptanbauländer sind Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Bayern. Trotz der Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt, bleibt Spargel ein beliebtes Frühlingsgemüse – und das nicht ohne Grund! Ob als Beilage oder Hauptgericht, der Spargel erfreut sich großer Beliebtheit und hat einen festen Platz in der deutschen Küche.
Wer also in diesen Wochen in der Region ist, sollte unbedingt einen Abstecher zum Spargelhof von Josef Rehm machen. Der frisch gestochenen Spargel wird hier mit Liebe und Hingabe produziert und verspricht ein Geschmackserlebnis der besonderen Art!