Am 2. Mai 2026 finden in Deutschland zahlreiche Veranstaltungen gegen Rechtsextremismus statt. Diese Initiative umfasst Demonstrationen, Workshops und Events, die in verschiedenen Bundesländern durchgeführt werden, um ein starkes Zeichen gegen Hass, Antisemitismus und Demokratiefeindlichkeit zu setzen. Die Menschen kommen zusammen, um für eine offene und vielfältige Gesellschaft einzutreten. Ein wichtiger Teil dieser Aktivitäten sind auch Online-Events, die den Austausch und die Vernetzung über digitale Plattformen ermöglichen.
Zu den geplanten Highlights gehören unter anderem ein bundesweites Neuentreffen am 12. Mai 2026 um 19:00 Uhr sowie das Neuentreffen der Berliner Lokalgruppe am 28. Mai 2026, ebenfalls um 19:00 Uhr. Interessierte können sich hierfür per E-Mail anmelden. Die Veranstaltungen sind ein wichtiger Bestandteil der Zivilgesellschaft, die sich aktiv gegen den erstarkenden Rechtsextremismus zur Wehr setzt.
Veranstaltungen in den Bundesländern
In Baden-Württemberg wird am 1. Mai 2026 um 17:00 Uhr in Tübingen ein offenes Plenum unter dem Motto „AfD-Verbot Jetzt“ stattfinden. Weitere Events sind in verschiedenen Städten bis zum 30. Mai 2026 geplant, darunter ein Offenes Plenum der Studis gegen Rechts in Freiburg am 6. Mai und eine PRÜF-Veranstaltung in Stuttgart am 9. Mai.
Bayern engagiert sich ebenfalls: In Erlangen findet am 1. Mai um 15:00 Uhr eine Mahnwache statt, gefolgt von einer weiteren Mahnwache in München am 2. Mai um 11:00 Uhr. Auch in Berlin wird am 3. Mai um 16:00 Uhr am Bebelplatz ein Event abgehalten, das sich gegen rechte Ideologien richtet.
Rechtsextremismus in Deutschland
Die Notwendigkeit solcher Veranstaltungen wird durch alarmierende Statistiken untermauert. Laut dem Verfassungsschutz beträgt das Personenpotenzial der gewaltorientierten Rechtsextremisten in Deutschland rund 15.300 Personen und hat sich im Vergleich zu den Vorjahren erhöht. Insgesamt belief sich das rechtsextremistische Personenpotenzial im Jahr 2024 auf 50.250 Personen, ein Anstieg um 9.650 Personen im Vergleich zu 2023.
Im Jahr 2024 wurden 37.835 rechtsextremistische Straftaten registriert, was einen Anstieg von 47,4 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Besonders besorgniserregend ist die Zunahme von gewalttätigen Übergriffen mit fremdenfeindlichem Hintergrund. Diese Entwicklungen machen deutlich, dass die Zivilgesellschaft gefordert ist, sich aktiv gegen solche Tendenzen zu stellen.
Ein starkes Zeichen setzen
Die Vielzahl an geplanten Veranstaltungen in ganz Deutschland ist ein starkes Zeichen der Solidarität und des Engagements gegen Rechtsextremismus. Mit Aktionen, die von Mahnwachen über offene Plena bis hin zu Demonstrationen reichen, wird ein klares Zeichen gesetzt: Hass und Intoleranz haben keinen Platz in unserer Gesellschaft.
In Zeiten, in denen rechtsextreme Strömungen an Einfluss gewinnen, ist es wichtiger denn je, zusammenzustehen und für die Werte der Demokratie und der Vielfalt einzutreten. Die Mobilisierung der Zivilgesellschaft ist entscheidend, um ein dauerhaftes Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen und eine offene Gesellschaft zu fördern.