Es gibt sie noch, die kleinen, feinen Betriebe, die mit Herzblut und Leidenschaft ihre Produkte herstellen. So auch der Spargelhof von Josef Rehm in Linden-Schrobenhausen. Hier wird Spargel in zweiter Generation angebaut – und zwar auf eine ganz besondere Art und Weise. Josef, 66 Jahre alt und gelernter Mechatroniker, hat eine bemerkenswerte Karriere hinter sich, hat 30 Jahre in einer Bank gearbeitet, bevor er sich entschied, seine Wurzeln zu aktivieren und im Nebenerwerb dem Spargelanbau zu frönen. Es ist ein Lebensstil, der ihn erfüllt und gleichzeitig die Qualität des Spargels in den Mittelpunkt stellt.
Ohne Folie, Unkrautvernichter und Maschinen – so geht Josef Rehm ans Werk. Wenn man durch die Reihen von Spargelstöcken schlendert, merkt man sofort, dass hier die Natur im Vordergrund steht. Josef erntet sogar zweimal täglich, um sicherzustellen, dass sein Spargel den höchsten Ansprüchen genügt. „Es geht nicht nur um die Menge, sondern vor allem um den Geschmack“, erklärt er und verweist auf seine Erfahrung mit dem Folienanbau, den er aufgegeben hat, nachdem ihm die Qualität nicht zusagte. Seine altdeutschen Sorten sind nicht nur köstlich, sondern auch ein Stück Kulturgut, das er bewahren möchte.
Gourmet für Feinschmecker
Die Spargelsaison beginnt traditionell um den Muttertag im Mai, und die Temperaturen müssen stimmen, damit die zarten Stangen sprießen. Josef beliefert hochkarätige Gourmet-Restaurants wie „Tantris“ und „Malva“ in München – eine enorme Wertschätzung für seine Arbeit. Die Rehms haben einen Hofladen, der täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet ist, und hier kann jeder seinen frischen Spargel für 18 Euro pro Kilogramm erwerben. Ein Preis, der für die Qualität, die man erhält, durchaus gerechtfertigt ist.
Aber das ist nicht alles! Die Rehms sind auch auf Wochenmärkten in Landsberg am Lech, Rain am Lech und Schrobenhausen vertreten. So kommt der köstliche Spargel direkt zu den Menschen – frisch, knackig und voller Geschmack.
Ein echter Familienbetrieb
Josef Rehm ist nicht allein in seinem Unterfangen. Die ganze Familie packt mit an. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt, das nicht nur schmackhaften Spargel produziert, sondern auch den Zusammenhalt innerhalb der Familie fördert. Man kann sich vorstellen, dass beim Ernten oder im Hofladen so manche Anekdote erzählt wird – ein Lachen hier, ein Scherz da. Das ist das Leben auf dem Land, voller Charme und Authentizität.
Und so wird der Spargel nicht einfach nur geerntet und verkauft. Es ist viel mehr als das. Es ist eine Verbindung zu den alten Traditionen der Landwirtschaft, ein Stück Heimat und ein Beitrag zur Erhaltung der altdeutschen Sorten. Wenn man den frisch geernteten Spargel in der Hand hält, spürt man die Hingabe, die dahintersteckt. Das ist kein gewöhnlicher Spargel, das ist ein Stück Handwerk.
Wie wir alle wissen, ist der Spargel eine Delikatesse, die in der deutschen Küche einen hohen Stellenwert hat. Von der Zubereitung mit Sauce Hollandaise bis hin zu Spargelsalaten – die Möglichkeiten sind schier endlos. Und Josef Rehm sorgt dafür, dass wir diese Tradition auch in Zukunft genießen können. Es bleibt zu hoffen, dass noch viele weitere Generationen in der Lage sein werden, die Liebe zum Spargelanbau weiterzugeben und die köstlichen Produkte in die Küchen der Feinschmecker zu bringen.