Die Frühlings- und Sommermode ist da – und das auf eine ganz besondere Art und Weise! Im Landkreis Günzburg findet der mobile Secondhand-Modemarkt der Aktion Hoffnung statt. Gemeinsam mit dem Kreisabfallwirtschaftsbetrieb wird hier eine bunte Auswahl an preiswerter Secondhand-Mode und traditioneller Trachtenmode angeboten. Wer sich auf die Suche nach gut erhaltenen, sauberen und modischen Kleidungsstücken für die ganze Familie begeben möchte, hat die Gelegenheit, über 2000 Stücke zu durchstöbern. Ein wahres Paradies für Schnäppchenjäger!
Die Märkte in Leipheim und Burgau bieten nicht nur eine großartige Auswahl, sondern auch die Möglichkeit, eigene, nicht mehr benötigte Kleidungsstücke abzugeben. Johannes Müller, Geschäftsführer der Aktion Hoffnung, hebt hervor, wie wichtig ein bewusster Umgang mit Ressourcen in der heutigen Zeit ist. Immerhin landen in Deutschland jährlich über eine Million Tonnen alter Textilien im Abfall – das sind etwa 15 Kilogramm pro Kopf. Hier wird also nicht nur gut eingekauft, sondern auch nachhaltig gehandelt!
Termine und Unterstützung für gute Zwecke
Die Secondhand-Modemärkte finden an folgenden Tagen statt:
- Mittwoch, 10. Juni (10 bis 17 Uhr) im Wertstoffzentrum Leipheim.
- Donnerstag, 11. Juni (13 bis 18 Uhr) im Wertstoffzentrum Leipheim.
- Freitag, 12. Juni (13 bis 17 Uhr) im Wertstoffzentrum Leipheim.
- Samstag, 13. Juni (10 bis 17 Uhr) im Abfall- und Wertstoffzentrum Burgau.
Der Erlös aus diesen Märkten kommt dem Förderzentrum „Ninos de las Estrellas“ in Los Angeles, Chile, zugute. Dieses engagierte Zentrum unterstützt 130 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit geistigen und körperlichen Einschränkungen. Ein Team von 40 Lehrkräften und Mitarbeitenden bietet nicht nur Unterricht, sondern auch die Möglichkeit zur weiterführenden Ausbildung in Bereichen wie Küche und Café nach Schulabschluss. Das ist doch ein schöner Grund, sich mit einem neuen Outfit einzudecken!
Der Boom der Secondhand-Mode
Die Secondhand-Mode hat sich in Deutschland längst zu einem Boom entwickelt. Online-Plattformen wie Ebay Kleinanzeigen, Vinted oder Momox Fashion haben einen großen Anteil daran. Laut einer aktuellen Studie nutzen 54 Prozent der Konsument:innen digitale Kanäle, um gebrauchte Kleidung zu kaufen. Das zeigt, dass viele Menschen in der Tat Wert auf Nachhaltigkeit und finanzielle Vorteile legen.
Allerdings ist nicht alles Gold, was glänzt. Kritiker bemängeln die Glaubwürdigkeit mancher Nachhaltigkeitsversprechen. So gehört die große Secondhand-Plattform Sellpy mehrheitlich zur H&M Group, und es gibt Bedenken, dass solche Unternehmen von der positiven Wahrnehmung der Secondhand-Bewegung profitieren, ohne wirklich nachhaltig zu handeln. Der Bundesumweltminister hat bereits ein neues Textilgesetz angekündigt, das Hersteller stärker an den Entsorgungs- und Recyclingkosten beteiligen soll. Das könnte für mehr Transparenz sorgen!
Ein Blick in die Zukunft
Die Zukunft der Secondhand-Mode sieht vielversprechend aus. Experten schätzen, dass der Umsatz bis 2025 auf bis zu 6 Milliarden Euro steigen könnte. Der stationäre Einkauf erfreut sich ebenfalls großer Beliebtheit, wobei 39 Prozent der Verbraucher:innen bevorzugt in Secondhand-Läden stöbern. Das ist doch ein tolles Zeichen für einen bewussteren Umgang mit Mode und Ressourcen!
Wer Interesse hat, sollte sich die Termine im Kalender markieren. Der Kontakt zur Aktion Hoffnung ist einfach: Tel. 0821/3166-3601 oder per E-Mail an info@aktion-hoffnung.de. Die Website www.aktion-hoffnung.de/secondhand-kleidermaerkte bietet ebenfalls weitere Informationen. Auf geht’s, in die bunte Welt der Secondhand-Mode!