Die Vorfreude auf ein Wochenende am Gardasee ist bei vielen Münchnern groß. Doch am 30. Mai 2026 könnte diese Vorfreude jäh unterbrochen werden. An diesem Tag wird ein Abschnitt vor dem Brenner aufgrund einer angemeldeten Kundgebung für mehrere Stunden gesperrt. Das bedeutet, dass die Nord-Süd-Transitroute nicht befahrbar ist und Reisende sich auf Umleitungen einstellen müssen. Für viele, die dem Trubel der Stadt entfliehen und die italienische Atmosphäre um den Gardasee genießen wollen, kann das ganz schön frustrierend sein!
Wenn du also planst, mit dem Auto zu fahren, solltest du deine Reisedaten ändern, wenn das möglich ist. Falls nicht, gibt es eine Ausweichroute über den Reschenpass (B180). Diese Umleitung bringt dich zwar 61 Kilometer und etwa eineinhalb Stunden länger ans Ziel, aber sie führt dich durch die malerische Landschaft von Garmisch-Partenkirchen nach Imst und weiter nach Bozen, um den Stau rund um Innsbruck zu umgehen. Die gesamte Reisezeit beträgt dann ungefähr sechs Stunden – aber Vorsicht! Erhöhtes Verkehrsaufkommen und eine Baustelle bei Nauders könnten die Fahrtzeit zusätzlich verlängern.
Alternative Reisemöglichkeiten
Wer es sich etwas entspannter gestalten möchte, sollte die Zugverbindung ab München in Betracht ziehen. Mehrere Eurocity-Züge fahren regelmäßig nach Italien und halten auch in Rovereto. Von dort aus kannst du dich bequem mit Regionalbussen zum Nordufer des Gardasees, etwa nach Riva del Garda, transportieren lassen. Das hat den Vorteil, dass du dich zurücklehnen und die Landschaft genießen kannst, anstatt dich mit dem Verkehr herumzuschlagen.
Ein weiterer Punkt, den Reisende bedenken sollten, sind die Bauarbeiten an der Reschenpass-Route. Zwischen Pfunds und Nauders wird eine Steinschlaggalerie errichtet, und die Bauarbeiten werden bis Ende 2026 andauern. Von April bis Mai gab es tägliche Vollsperrungen, und auch ab August bis Ende Oktober wird der Verkehr wochentags eingeschränkt sein. Einspurige Ampelregelungen werden außerhalb der Sperrzeiten angewendet. Wer mit einem Wohnmobil unterwegs ist, darf die Umfahrungsroute nutzen, aber Wohnwagen-Gespanne über 6,5 Meter müssen leider draußen bleiben.
Die Schweiz als Umgehung
Für die Abenteuerlustigen unter euch gibt es noch die Umgehung über die Schweiz. Diese Route über den Gotthard-Pass dauert jedoch mindestens 10 Stunden und ist nicht die schnellste Option. Die Straßen können besonders an Wochenenden während der Sommermonate sehr stark frequentiert sein. Ein gut geplanter Aufenthalt an den Staupunkten, wie dem Nordportal in Göschenen, ist hier ratsam. Und ganz ehrlich, die Aussicht ist es wert, auch wenn man mal im Stau steht!
Abschließend bleibt zu sagen, dass die Reise zum Gardasee auch etwas Unvorhersehbares mit sich bringen kann. Egal, ob du dich für das Auto oder die Bahn entscheidest, wichtig ist, dass du die Verkehrslage vor Reisebeginn im Blick behältst. Die bekanntesten Anreiserouten führen von Deutschland über Österreich und Italien. Insbesondere die Brennerautobahn ist eine beliebte Strecke, aber auch hier gibt es immer mal wieder Staupunkte, die man im Hinterkopf behalten sollte. Letztendlich geht es darum, dass du dein Ziel erreichst und die italienische Gastfreundschaft am Gardasee in vollen Zügen genießen kannst! Das klingt doch nach einem gelungenen Kurzurlaub, oder?