Garmisch-Partenkirchen, ein Ort, der für seine atemberaubende Natur und sein reiches kulturelles Erbe bekannt ist, hat kürzlich eine erfrischende Initiative ins Leben gerufen. In einer Zeit, in der der Klimawandel und die steigenden Temperaturen zunehmend an Bedeutung gewinnen, wird die Ausweisung von vier neuen öffentlichen Trinkwasserbrunnen zu einem echten Lichtblick für Einheimische und Besucher. Diese Trinkbrunnen, die sich in Garmisch am Bräustüberl und am Mohrenplatz sowie in Partenkirchen am Floriansbrunnen und am Rottbrunnen befinden, sind nicht nur ein praktisches Angebot, sondern auch ein Zeichen für das Engagement der Gemeinde in Sachen Gesundheitsvorsorge und Lebensqualität.
Bürgermeister Daniel Schimmer hat betont, wie wichtig diese Trinkbrunnen in der heißen Jahreszeit sind. Gerade für die vulnerablen Gruppen in unserer Gesellschaft – ältere Menschen, Kinder und auch wohnungslose Menschen – kann der Zugang zu kostenlosem Trinkwasser an heißen Tagen einen großen Unterschied machen. Die Initiative zur Schaffung dieser Brunnen stammt von der SPD-Fraktion des letzten Marktgemeinderats, unterstützt von der damaligen Seniorenbeauftragten Ulrike Bittner-Wolff. Man hat sich über Jahre hinweg mit diesem Thema auseinandergesetzt, um ein verlässliches Angebot zu schaffen, das nicht nur der Gesundheit dient, sondern auch auf die Herausforderungen durch den Klimawandel reagiert.
Ein Schritt in die richtige Richtung
Die Brunnen wurden technisch ertüchtigt und auf Mikroorganismen getestet, damit die Qualität des Trinkwassers gewährleistet ist. Das klingt jetzt vielleicht nach einem kleinen Detail, aber es ist doch das A und O, wenn es um die Gesundheit geht! Tourismusdirektor Walter Rutz hebt außerdem den Mehrwert für die Gäste hervor, die in den heißen Monaten sicher gerne einen kühlen Schluck direkt vom Brunnen nehmen. Die offizielle Inbetriebnahme der Brunnen wird vor dem bundesweiten Hitzeaktionstag am 11. Juni stattfinden. Ein passender Zeitpunkt, um die Sommerhitze zu besiegen!
Doch das ist nicht alles. Die Arbeiten am Fiakerbrunnen am Skistadion stehen noch bevor, sodass die Initiative noch weiter ausgebaut werden könnte. Laut Gemeinderätin Kathrin Rotter-Heinle (SPD) wird die Bevölkerung rechtzeitig informiert, sobald die Brunnen genutzt werden können. Das Ziel? Kostenloses Trinkwasser an zentralen Orten, damit jeder – ob Einheimischer oder Tourist – gut versorgt ist, besonders an heißen Tagen.
Ein wichtiges Zeichen im Angesicht des Klimawandels
Der Klimawandel hat Deutschland in den letzten Jahren stark getroffen. Nach den Hitzesommern 2018 und 2022 sowie der Hochwasserkatastrophe 2021 ist klar: Es braucht Maßnahmen zur Klimaanpassung, und die Ausweisung von Trinkwasserbrunnen ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt in die richtige Richtung. 2024 war das wärmste Jahr in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, und die Prognosen für die Zukunft sind alles andere als rosig. Häufigere Hitzewellen, Trockenperioden und Starkregenereignisse werden die Norm sein.
In diesem Kontext gewinnen die neuen Trinkwasserbrunnen an Bedeutung. Sie tragen nicht nur zur Verbesserung des Mikroklimas bei, sondern helfen auch, Plastikmüll und CO₂-Emissionen zu reduzieren. Die Trinkwasserverordnung wurde überarbeitet, und die EU-Trinkwasserrichtlinie von 2020 fördert den Zugang zu Leitungswasser. Immer mehr Städte und Kommunen sind gefordert, öffentliche Trinkbrunnen einzurichten – und Garmisch-Partenkirchen macht hier einen großartigen Anfang!
Mit rund 2.000 öffentlichen Trinkbrunnen, die mittlerweile bundesweit existieren, zeigt sich der hohe Bedarf. Der Umbau unserer Städte in eine klimagerechte Zukunft bleibt unerlässlich. Garmisch-Partenkirchen hat mit seinen neuen Trinkwasserbrunnen ein Zeichen gesetzt, das über die Grenzen der Gemeinde hinaus wirkt. Es ist eine erfrischende Initiative, die sowohl der Umwelt als auch der Gesundheit dient – und das ist doch einfach nur klasse!