In Freising hat die neue Landrätin Susanne Hoyer (CSU) kürzlich eine Nachricht veröffentlicht, die nicht nur sie selbst, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger stark bewegt. Mit 57 Jahren machte sie ihre Krebserkrankung bekannt – ein Schritt, der Mut erfordert. Diese Entscheidung fiel kurz nach ihrem Amtsantritt und hat sofort für große Anteilnahme und zahlreiche Genesungswünsche gesorgt. So viel Mitgefühl ist schon mal ein Lichtblick in schwierigen Zeiten!

Hoyer hat sich in ihrer ersten öffentlichen Erklärung zur Krankheit geäußert, jedoch blieben viele Fragen unbeantwortet, insbesondere die, ob sie vor der Wahl bereits von ihrer Erkrankung wusste. Die Antwort darauf ist nach wie vor unklar. Das Freisinger Tagblatt stellte eine schriftliche Anfrage an Hoyer, die sich nicht mit medizinischen Einzelheiten beschäftigte, sondern mit dem zeitlichen Ablauf zwischen ihrer Erkrankung, der Kandidatur und der Wahl. Die Antwort kam über eine Münchner Anwaltskanzlei, die klärte, dass Hoyer keine weiteren Details zu ihrer Erkrankung öffentlich machen werde. Sie betonte jedoch, dass ihre Krankheit nichts an ihrer Bereitschaft geändert habe, das Amt der Landrätin verantwortungsvoll wahrzunehmen.

Früherkennung und positive Prognosen

In einem weiteren Schritt erklärte Hoyer, dass die Diagnose vor wenigen Wochen während einer Routineuntersuchung gestellt wurde. Ein Glück im Unglück, sozusagen, denn die Krebserkrankung wurde frühzeitig erkannt und ist gut behandelbar. Ihr behandelnder Onkologe bestätigt die positive Prognose – nahezu 100 Prozent Heilungschancen, das ist doch eine erfreuliche Nachricht! Erste Therapien haben bereits begonnen, und Hoyer zeigt sich dankbar für ihr gutes medizinisches Team sowie ihre engagierten Kollegen. Dennoch wird es gelegentlich Ausfallzeiten geben, während sie sich in Behandlung befindet. Für diese Zeit sind Vorkehrungen getroffen worden; ihr Team und der stellvertretende Landrat Franz Heilmeier (Grüne) übernehmen in diesen Fällen.

Die erste Zeit ihrer Chemotherapie hat Hoyer im Stillen absolviert, während sie ihre Aufgaben im Landratsamt wahrnahm – das zeugt von einem bemerkenswerten Arbeitseinsatz. Sie plant, ihre Amtsgeschäfte weiterhin mit vollem Engagement zu führen. Allerdings haben ihre Behandlungen phasenweise Auswirkungen auf ihre Präsenz bei öffentlichen Terminen. Umso verständlicher, dass sie auf die öffentliche Kritik an ihrer Abwesenheit reagiert und Transparenz schaffen möchte.

Krebs und Gesellschaft

Der Umgang mit Krebserkrankungen ist nicht nur eine persönliche Herausforderung, sondern auch ein gesellschaftliches Thema. Das Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) im Robert Koch-Institut wertet umfassend Daten aus, die aufzeigen, wie häufig Krebserkrankungen sind und welche Prognosen bestehen. Alle zwei Jahre wird ein Bericht über Krebs in Deutschland veröffentlicht, der wichtige Einblicke in das Krebsgeschehen gibt. Hierzu gehört auch, dass das Deutsche Krebsregister e.V. die einheitliche Dokumentation von Krebsregisterdaten fördert.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Dass Hoyer in dieser schwierigen Zeit so offen mit ihrer Erkrankung umgeht, könnte dazu beitragen, das Bewusstsein für Krebs und die Wichtigkeit der Früherkennung zu schärfen. Ihr Beispiel zeigt, dass auch in herausfordernden Zeiten die Bereitschaft besteht, Verantwortung zu übernehmen und die eigene Geschichte zu teilen. Und vielleicht ist das der Schlüssel zu mehr Verständnis und Unterstützung in der Gesellschaft – ein Schritt, der nicht nur für sie, sondern für viele andere Betroffene von Bedeutung ist.

Ein modernes Nachrichtenportal muss für alle Menschen zugänglich sein. Deshalb haben wir unser Magazin mit VeloCore konsequent nach WCAG 2.1 und BITV 2.0 entwickelt – die barrierefreie Umsetzung verantwortete Daniel Wom.