Freising im Preissturz: Ein Immobilienmarkt im Wandel
In Freising herrscht derzeit ein erstaunlicher Wandel auf dem Immobilienmarkt. Die neuesten Bodenrichtwerte zeigen einen markanten Rückgang der Grundstückspreise, was sowohl Käufer als auch Verkäufer in der Region beschäftigt. Wenn man einmal die Zahlen betrachtet, die aus den Verkaufsdaten der letzten zwei Jahre hervorgehen, wird schnell klar: Hier ist etwas im Gange.
Die Freisinger Innenstadt hat es besonders stark getroffen. Ein Rückgang von 39 Prozent, von 4100 Euro auf 2500 Euro pro Quadratmeter – das ist schon ein Wort! Aber auch in den umliegenden Stadtteilen sieht es nicht besser aus. In Lankesberg beispielsweise sanken die Preise um 23 Prozent, während Graben und Freising Nord jeweils 17 Prozent verloren haben. Sogar in Lerchenfeld und den Siedlungen Eichenfeld und Waldsiedlung gibt es Rückgänge von 13 bis 15 Prozent. Steffen Conze, ein erfahrener Immobilienexperte, bezeichnet die aktuelle Situation als die größte Marktbereinigung seit über einem Jahrzehnt. Das hat man nicht alle Tage.
Ein Blick auf die Ursachen
Die Ursachen für diesen dramatischen Preisverfall sind vielschichtig. Ein zentraler Faktor sind die gestiegenen Finanzierungskosten, die sich seit 2022 verdreifacht haben. Das hat die Nachfrage nach Grundstücken in den begehrten Lagen stark sinken lassen. Und während in der Angerstraße die Bodenrichtwerte um 11 Prozent steigen – was für eine positive Ausnahme! – zeigt sich der Rest der Stadt in einem anderen Licht. Auch im Landkreis Freising sind die Trends ähnlich. Eching verzeichnet den stärksten Rückgang mit 24 Prozent, gefolgt von Allershausen und Kranzberg, die mit 19 und 13 Prozent ebenfalls nicht gut dastehen.
Es gibt jedoch ein paar Lichtblicke: Nandlstadt, Au und Hallbergmoos erfreuen sich über kleine Zuwächse von 2 bis 9 Prozent. Besonders Hallbergmoos profitiert von einer soliden Infrastruktur und einem florierenden Arbeitsmarkt. Das ist nicht zu verachten!
Wichtige Informationen zu Bodenrichtwerten
Für all jene, die mehr über die Bodenrichtwerte erfahren möchten, bietet die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses schriftliche amtliche Auskünfte an. Diese sind gegen eine Gebühr von 30 Euro erhältlich. Wer sich für eine Bodenrichtwertliste interessiert, muss ebenfalls mit Gebühren rechnen. Diese sind in Papierform bis zum Stichtag 01.01.2024 erhältlich und können bei der Geschäftsstelle beantragt werden. Übrigens: Digitale Bodenrichtwerte sind über BORIS-Bayern zugänglich, ab Stichtagen seit dem 31.12.2018. So bleibt man immer auf dem neuesten Stand.
Es ist auch wichtig zu wissen, dass die Gutachterausschüsse keine individuellen Bodenrichtwerte ermitteln können. Sie basieren auf tatsächlich zustande gekommenen Kaufpreisen. Wenn es also nicht genug Verkäufe gibt, wird’s schwierig mit verlässlichen Werten.
Ein Ausblick auf die Zukunft
Und wie sieht es mit der Zukunft aus? Conze prognostiziert ein moderates Wachstum, aber eine Rückkehr zu den Preisen von 2021? Das wird wohl eher nichts. Die Region bleibt jedoch langfristig attraktiv dank ihrer lebendigen Infrastruktur und der Anbindung an München. Auch der Energieausweis wird bei Immobilienkäufen immer wichtiger – das könnte den Käufern in den kommenden Jahren einen zusätzlichen Anreiz bieten.
Das große Ganze wird sich erst im Immobilienmarktbericht Deutschland 2025 zeigen, der im Dezember 2025 veröffentlicht wird. Die Analysen werden von den Gutachterausschüssen bereitgestellt und zeigen, wie sich die Kaufpreise, Geldumsätze und Transaktionszahlen entwickeln. Die interaktiven Karten und Diagramme ermöglichen es, tiefere Einblicke in den Markt zu gewinnen. Man darf also gespannt sein, wohin die Reise geht!
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