Die Freisinger Tafel hat sich im Jahr 2025 als ein leuchtendes Beispiel für ehrenamtliches Engagement präsentiert. Bei der letzten Mitgliederversammlung, bei der die Vorstandschaft um Betriebsleiter Gerold Blaumoser, Schatzmeisterin Bärbel Uhink-Mergenthaler, Vorsitzenden Manfred Schimmerer und Vizevorsitzenden Johann Rottenkolber wiedergewählt wurde, wurden die positiven Entwicklungen trotz herausfordernder Umstände gewürdigt. Ja, es ist kein Geheimnis, dass die Tafeln in Deutschland zunehmend unter Druck geraten. Die Inflation und die hohe Zahl geflüchteter Menschen haben auch in Freising ihre Spuren hinterlassen.

Doch die Freisinger Tafel bleibt optimistisch. Die Helferinnen und Helfer, fast 90 an der Zahl, leisten wöchentlich über 10.000 Stunden wertvolle Arbeit. Sie fahren etwa 50 Geschäfte an, um Lebensmittel zu sammeln und diese dann an die Bedürftigen auszugeben. Wöchentlich sind bis zu 300 Abholer vor Ort, die oft für ihre ganze Familie Lebensmittel mitnehmen. Manchmal sieht man sogar bis zu 600 Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Ein kleiner Lichtblick: Der kurzfristige Aufnahmestopp aus dem Frühjahr 2025 wurde zurückgenommen, und der Rückgang der Lebensmittelspenden ist ausgeblieben.

Herausforderungen und Erfolge

Inmitten all dieser Herausforderungen berichtete Schimmerer von einem personellen Zuwachs von neun neuen Ehrenamtlichen. Die Tafel hat im Jahr 2025 185 neu registrierte Kunden verzeichnet und an 43 Ausgabewochen über 11.000 wiederkehrende Besucher empfangen. Das sind beeindruckende Zahlen, die zeigen, wie wichtig die Tafel für die Gemeinschaft ist. Der durchschnittliche Besuch von 260 Kundinnen und Kunden pro Ausgabe ist ein klarer Beweis für den großen Bedarf. Finanzielle Stabilität, bestätigt von der Schatzmeisterin und den Rechnungsprüfern, gibt der Tafel eine solide Grundlage, um auch in Zukunft aktiv zu bleiben.

Besonders erfreulich sind die Geld- und Lebensmittelspenden, die stabil geblieben sind. Sie erlaubten Sonderaktionen wie die Schuh-Gutscheinaktion für Kinder und die Gutschein-Aktion für Rentner. Solche Initiativen sind nicht nur wichtig, sie bringen auch ein Stück Freude in das Leben der Menschen, die oft mit wenig auskommen müssen. Eine 85-jährige Frau, die regelmäßig mit dem Rad zur Tafel kommt, ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie sehr diese Unterstützung geschätzt wird. Trotz ihrer geringen Rente und hohen Miete ist sie dankbar – das sieht man in ihrem Lächeln, wenn sie ihre Lebensmittel bekommt.

Ein Blick in die Zukunft

Doch wie sieht es mit der Zukunft aus? Schimmerer äußert seine Sorgen über die Möglichkeiten der Tafel, da die Digitalisierung und nachhaltigere Konzepte in der Lebensmittelwirtschaft die Verfügbarkeit von Lebensmitteln beeinträchtigen könnten. Immer mehr Tafeln in Deutschland haben Schwierigkeiten, neue Kunden aufzunehmen, und viele müssen Wartelisten führen. Schimmerer plant eine erneute Befragung und Abstimmung in der nächsten Versammlung, um die Situation weiter zu verbessern.

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Insgesamt gibt es einen positiven Trend im Ehrenamt, die Zahl der Helfer steigt, und das Engagement bleibt ungebrochen. Doch gleichzeitig bleibt der Druck, der auf vielen Tafeln lastet, nicht unbemerkt. Andreas Steppuhn, Vorsitzender von Tafel Deutschland, weist darauf hin, dass rund 1,5 Millionen Menschen regelmäßig zur Tafel gehen und viele Tafeln weiterhin nach Helfern suchen. Es ist ein ständiger Balanceakt zwischen der Nachfrage und den zur Verfügung stehenden Ressourcen.

Die Freisinger Tafel zeigt, dass auch in schwierigen Zeiten Menschlichkeit und Solidarität im Vordergrund stehen. Die Unterstützung der Gemeinschaft ist unerlässlich, um auch in Zukunft eine verlässliche Anlaufstelle für Bedürftige zu sein. Spenden werden dringend benötigt, um die Arbeit aufrechtzuerhalten. Informationen zur Unterstützung sind auf der Website der Tafel zu finden, und jeder Euro zählt. Auch kleine Beiträge können viel bewirken.

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