Heute ist der 5.07.2026. In Moosburg gibt es Neuigkeiten, die bei vielen ein bisschen gemischte Gefühle hervorrufen. Der Aquapark, ein beliebter Baggersee im Osten der Stadt, hat in den letzten Jahren arg gelitten. Zur Freude der Anwohner hat die Stadt nun einmalig auf eigene Kosten eine Reinigung des Geländes in Auftrag gegeben. Das klingt erstmal gut, aber die Realität ist komplizierter. Denn der Aquapark steht seit Jahren in privatem Besitz, und die Stadt hat offiziell keine Verantwortung für die Zustände dort.

Bürgermeister Maximilian Mader äußert sich besorgt über die Haftungspflichten, die mit einer regelmäßigen Pflege einhergehen würden. Die Stadt empfindet die Vermüllung als störend, kann aber nichts unternehmen, da der Aquapark nicht im öffentlichen Eigentum ist. Aus diesem Grund ist der Betrieb des Aquaparks eingestellt worden. Dennoch nutzen viele den See weiterhin zum Baden. Die Zugänge sind nicht versperrt, was die Frage aufwirft, wie lange das gut gehen kann, wenn der Zustand des Geländes so besorgniserregend ist.

Die Situation vor Ort

Ein Blick auf das Gelände zeigt, dass der Aquapark nicht nur mit Müll, sondern auch mit weiteren Problemen zu kämpfen hat. Kioskpächter ziehen oft weiter, und die wenigen verbliebenen Einrichtungen sind verrammelt. Bauzäune stehen dort, wo einst fröhliches Treiben herrschte. Goran Marincic, der Chef der Evago-Gruppe, die den Aquapark besitzt, sieht sich großen Herausforderungen gegenüber. Jährlich investiert Evago rund 100.000 Euro in Landschaftspflege, Müllentsorgung und Verkehrssicherung, aber der Aufwand scheint nicht auszureichen. Und das ist nicht alles: Der Aquapark steht zum Verkauf, und die Eigentümer sind bereit, ihn für etwa sechs bis sieben Millionen Euro abzugeben.

Die Stadtverwaltung, vertreten durch Evelyn Stadler, ist über die Möglichkeit eines Verkaufs überrascht und wirft die Frage nach den hohen Unterhaltskosten auf. Es gibt Überlegungen, neue Gespräche mit den Eigentümern zu führen, um einen neuen Pächter zu finden. Doch die finanziellen Machbarkeiten stehen im Raum und werfen ein Schatten über die Zukunft dieses einst so beliebten Naherholungsgebiets.

Die Erwartungen an Freizeitanlagen

Der Aquapark ist ein Beispiel dafür, wie sich die Erwartungen der Gäste an Freizeiterlebnisse verändert haben. Heute verlangt man mehr als nur das einfache Baden; Wellness, Komfort und Sicherheit stehen hoch im Kurs. Städte und private Investoren müssen sich anpassen, um diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Das Bäderbetriebsmanagement umfasst eine Vielzahl von Aspekten, von der kaufmännischen und technischen Betriebsführung bis hin zu Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Der Aquapark Management GmbH, die seit 20 Jahren im Bädermarkt tätig ist, könnte hier als kompetenter Partner agieren. Doch insgesamt bleibt die Frage, wie die Zukunft des Aquaparks aussehen wird – ein Ort der Erholung oder eine stille, verwaiste Fläche?

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Die Stadt appelliert derweil an alle Besucher, verantwortungsbewusst mit dem Gelände umzugehen und Müll wieder mitzunehmen. Ein kleiner Schritt für jeden Einzelnen, vielleicht ein großer Schritt für die Rettung des Aquaparks? Es bleibt spannend, wie sich diese Geschichte weiterentwickeln wird.

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