In der bayerischen Landeshauptstadt München tut sich was – und zwar nicht nur in den Biergärten. Die Stadt plant, die Preise für den beliebten Ferien- und Familienpass zu erhöhen. Zum ersten Mal seit vielen Jahren soll der Ferienpass, der seit 1971 besteht, sowie der Familienpass, der seit 2008 angeboten wird, teurer werden. Das klingt nach einer kleinen Erhöhung, aber die Stadt rechnet mit jährlichen Mehreinnahmen von etwa 130.000 Euro. Ein kleiner Schritt für die Stadt, aber ein großer für die Familien in München?
Ein Blick auf die aktuellen Preise verrät, dass der Ferienpass für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren zurzeit 14 Euro kostet, während der Pass für Jugendliche von 15 bis 17 Jahren bei 10 Euro liegt. Der Familienpass ist für 6 Euro zu haben. Die geplanten neuen Preise sehen jedoch vor, dass der Familienpass auf 10 Euro und der Ferienpass für Kinder auf 16 Euro ansteigt. Jugendliche müssen dann 12 Euro für ihren Pass berappen. Ein Schock für viele? Vielleicht. Aber die Verkaufszahlen steigen kontinuierlich – im Jahr 2024/25 wurden bereits 29.459 Ferienpässe verkauft, ein Anstieg im Vergleich zu 28.589 im Vorjahr. Das zeigt, dass die Nachfrage nach diesen Angeboten ungebrochen ist.
Was bietet der Ferienpass?
Die Vorteile des Ferienpasses sind beachtlich. Kinder und Jugendliche haben die Möglichkeit, in den Pfingst- und Sommerferien kostenlosen Eintritt in Freibäder, Tier- und Wildparks sowie Museen zu erhalten. Auch Tanz- und Musikschulen sowie Kinderfachgeschäfte nehmen am Angebot teil. Zudem können Kinder bis 14 Jahre den MVV in den Sommerferien kostenlos nutzen. Das sind durchaus attraktive Optionen, die gerade in den langen Ferien für Freude sorgen können!
Doch während die Stadtregierung, vertreten durch die SPD-Stadträtin Lena Odell und Grünen-Chefin Clara Nitsche, die Preiserhöhung unterstützt, gibt es auch kritische Stimmen. CSU-Stadträtin Alexandra Gaßmann sieht die Erhöhung als Belastung für Familien und fordert konkrete Sparvorschläge von der Stadtregierung. Ein Blick in die Gesichter der Familien zeigt, dass die Meinungen dazu auseinandergehen. Ist es gerechtfertigt, die Preise zu erhöhen, wenn die Stadt gleichzeitig mit finanziellen Herausforderungen zu kämpfen hat? Oder wird es für viele Familien untragbar?
Ferienjob im Fachbereich Ferienangebote
<pNeben den Preiserhöhungen gibt es auch Neuigkeiten für diejenigen, die gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeiten möchten. München sucht engagierte Personen für Ferienjobs im Bereich Ferienangebote und Familienpass. Die Anforderungen sind überschaubar: Man sollte mindestens 18 Jahre alt sein und Freude im Umgang mit Kindern haben. Die Aufgaben umfassen die pädagogische Betreuung und die Mitgestaltung von Ferienprojekten. Ein spannendes Angebot für alle, die einen Teil zur Förderung von Kindern und Jugendlichen beitragen möchten!
Die Stadt bietet nicht nur eine faire Aufwandsentschädigung, sondern auch kostenlose Fortbildungen wie beispielsweise einen Erste-Hilfe-Kurs oder die Möglichkeit, den Rettungsschwimmer zu machen. Wer Interesse hat, sollte sich mit einem Motivationsschreiben und Lebenslauf bei der Stadt bewerben. So kann man nicht nur ein wenig Geld verdienen, sondern auch wertvolle Erfahrungen sammeln und etwas Sinnvolles tun.
Insgesamt scheinen die Entwicklungen rund um den Ferien- und Familienpass in München ein Spiegelbild der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu sein. Während die Stadt versucht, ihre Finanzen zu sanieren, stehen Familien vor der Frage, wie sie mit den erhöhten Kosten umgehen sollen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird und welche neuen Angebote vielleicht noch auf uns warten.