Ein herzlicher Erinnerungsspaziergang wird am 22. November 2025 in Erding stattfinden. Um 14:00 Uhr treffen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger am Schrannenplatz, um gemeinsam mit Dr. Giulio Salvati authentische Orte aufzusuchen, die an den tragischen Bombenangriff am 18. April 1945 erinnern. Die Veranstaltung, die auf große Resonanz gestoßen ist und damit die Wiederholung des Rundgangs vom Vorjahr feiert, richtet sich an alle, die mehr über die Geschichte ihrer Stadt erfahren möchten. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Rundgang endet gegen 15:30 Uhr vor dem Museum Erding, wo auch die Publikation „18. April 1945: Luftangriff auf Erding“ erworben werden kann. Das Buch enthält Zeitzeugenberichte und bisher unveröffentlichtes Bildmaterial zum Preis von 15 Euro.

Der Historische Verein Erding e.V. und das Museum Erding setzen sich gemeinsam für die Erinnerungskultur ein. Der Verein wurde 1978 gegründet und kann auf eine lange Tradition zurückblicken, die auch von der Energie und Leidenschaft seines verstorbenen Gründers, Gerhard Schmidt, geprägt war. Schmidt, der am 23. Juli 2025 im Alter von 87 Jahren verstarb, war bis 1998 erster Vorsitzender des Vereins und setzte sich unermüdlich für die Heimatkunde und die Geschichte der Stadt ein. In seiner Ära wurden zahlreiche Aktivitäten ins Leben gerufen, darunter Kunstausstellungen, Führungen und monatliche Veranstaltungen.

Rückblick auf Schmidts Vermächtnis

Der Historische Verein hat sich seit seiner Gründung aktiv für die Pflege der städtischen Geschichte eingesetzt. Bei der Gründungsversammlung waren 41 Bürger, darunter 12 Frauen und 29 Männer, anwesend. Zu den Zielen des Vereins gehörten nicht nur die Durchführung von Vorträgen und Ausstellungen, sondern auch die Beratung zur Gestaltung historischer Objekte und die Errichtung von Gedenktafeln. In den fast 50 Jahren seines Bestehens hat der Verein viele bedeutende Projekte initiiert, die das Stadtbild geprägt haben.

In Schmidts Amtszeit entstanden unter anderem handbeschriebene Kupfertafeln, die an historischen Gebäuden angebracht wurden, und eine Nepomuk-Skulptur wurde im Jahr 1984 eingeweiht. Die kulturellen Ausflüge und Veranstaltungen trugen dazu bei, das historische Bewusstsein der Bevölkerung zu stärken. Auch die Renovierung der Kegelbahn im Schloss Aufhausen fiel in diesen Zeitraum und zeigt das große Engagement des Vereins für die Erhaltung des kulturellen Erbes.

Ein Blick in die Zukunft

Der Historische Verein wird auch weiterhin an der Pflege und Vermittlung der Stadtgeschichte arbeiten. Mit neuen Ideen und der Unterstützung der Gemeinschaft plant er, die Begeisterung für Erding und seine Geschichte weiter zu fördern. So können sich Interessierte auf zahlreiche zukünftige Veranstaltungen freuen, die tiefere Einblicke in die historische Entwicklung ihrer Heimat bieten.

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Aber auch das Gedenken an die Opfer des Bombenangriffs, wie es beim bevorstehenden Spaziergang praktiziert wird, bleibt ein wichtiger Bestandteil der Vereinsagenda. Es ist ein bleibender Ausdruck des Respekts und der Erinnerung an die Geschichte, die uns alle verbindet.

Mehr Informationen finden Sie auf den Webseiten des Historischen Vereins historischer-verein-erding.de und von ed-live.de.

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