Ein aufregender Abend für die Erdinger Feuerwehr! Am 26. Mai 2026 nahm die Feuerwehr ihre neue Drehleiter in Empfang. Um 20:36 Uhr war es soweit – das Geräusch von Sirenen und das Blitzen von Blaulicht kündigten die Ankunft des stattlichen Fahrzeugs auf dem Schrannenplatz an. Hunderte von Erdingerinnen und Erdinger drängten sich, um einen Blick auf das neue Schmuckstück zu erhaschen. Die kosten von 1,2 Millionen Euro haben sich gelohnt, denn die neue Drehleiter kann auf beeindruckende 32 Meter Höhe ausgefahren werden.
Organisations-Chef Ivan Walbrunn erklärte, dass die Ankunftszeit auf einem Monitor angezeigt wurde, was dem ganzen Ereignis einen besonderen Touch verlieh. Feuerwehrleute und Passanten, sowohl Jung als auch Alt, begutachteten die neue Technik. Viele zückten ihre Smartphones, um Fotos zu machen – schließlich sieht man nicht jeden Tag so ein modernes Einsatzfahrzeug. Aber die Feierlichkeiten hörten nicht bei der Präsentation der Drehleiter auf. Dazu gab es auch ein Hilfeleistungs-Löschfahrzeug HLF 20, das etwa eine halbe Million Euro kostet, sowie eine bereits 26 Jahre alte Drehleiter, die für nostalgische Momente sorgte.
Die Bedeutung der Drehleiter
Die Drehleiter ist das Herzstück jeder Feuerwehr, und das aus gutem Grund. Sie erfüllt gleich mehrere wichtige Funktionen: Sie dient nicht nur als sicherer Rettungsweg für Bewohner, sondern ermöglicht auch den Feuerwehrkräften, Angriffe und Rettungsaktionen von oben durchzuführen. Bei der Brandbekämpfung oder technischen Hilfeleistungen, wie etwa bei Sturmschäden, ist sie unverzichtbar. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, Patienten für den Rettungsdienst zu transportieren oder Einsatzstellen auszuleuchten. Außerdem kann die Drehleiter Lasten bis zu 4.000 kg heben – eine wahre Multitalent!
Brandmeister Christoph Kober war sichtlich stolz auf die neue Technik und betonte die Wichtigkeit dieser Anschaffung für die Stadt Erding. „Wir sind froh, dass wir jetzt mit den neuesten Standards arbeiten können“, sagte er und zog die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf sich. Aber das war noch nicht alles! Passanten hatten die Gelegenheit, unter Anleitung mit einem Handlöscher ein Feuer zu löschen. Auch Stadtrat Günther Adelsberger und sein Sohn Karl nahmen an dieser Löschübung teil und trugen zur tollen Stimmung des Abends bei.
Von der Vergangenheit in die Zukunft
Es ist beeindruckend, wie sich die Technik seit der ersten Drehleiter, die 1802 in Paris vorgestellt wurde, weiterentwickelt hat. Damals war die Idee von Edouard Regnier revolutionär, und auch in Deutschland dauerte es nicht lange, bis die erste fahrbare Drehleiter in Knittlingen 1808 ihren Dienst aufnahm. Seither hat sich viel getan. Heute sind Drehleitern mit automatisierten Funktionen, die Bewegungen wie Aufrichten und Ausfahren gleichzeitig ermöglichen, der Standard. Die neueste Technik umfasst auch leistungsfähige Lastösen und eine maximale Lastkapazität von 500 kg im Korb.
Bevor die neue Drehleiter in den regulären Dienst geht, wird Stadtpfarrer Martin Garmaier ihr einen kirchlichen Segen geben. Ein schöner Brauch, der die Bedeutung der Feuerwehr für die Gemeinschaft unterstreicht. Die Erdinger Feuerwehr zeigt hier nicht nur ihre neuesten Errungenschaften, sondern bleibt auch ihren Wurzeln und Traditionen treu. Das macht diese Feier zu etwas ganz Besonderem!
Und so schließt sich der Kreis – von den Anfängen der Drehleiter bis hin zu den modernsten Fahrzeugen, die jetzt in Erding stehen. Die Feuerwehr ist bereit für die Herausforderungen der Zukunft – und wir können uns sicher sein, dass sie in den besten Händen ist.