Heute ist der 28.06.2026 und in Eichstätt gibt es aufregende Neuigkeiten aus dem Collegium Orientale. Das traditionsreiche Priesterseminar, das seit 1998 existiert und Kleriker aus verschiedenen katholischen Kirchen mit eigenen Riten ausbildet, steht vor einem Wechsel in der Leitung. Diözesanadministrator Alfred Rottler hat bekannt gegeben, dass zum neuen Studienjahr eine neue Führung Einzug hält. Dr. Andriy Mykhaleyko, ein gebürtiger Ukrainer aus Lviv, wird als neuer Rektor an die Spitze des Kollegs treten. Der 50-Jährige bringt bereits viele Jahre Erfahrung mit: Aktuell ist er außerordentlicher Repetitor am Collegium und in der Seelsorge tätig.

Sein Amtsantritt als Rektor fällt auf den 1. Oktober, während er sich vom 1. Juli bis zum 30. September in die Rolle des außerordentlichen Vizerektors einarbeiten wird. Die Aufgaben als Repetitor und in der Pfarrseelsorge enden für ihn am 31. August. Mykhaleyko hat an der Ukrainischen Katholischen Universität in Lviv Theologie studiert und sogar einen Gastaufenthalt an der Harvard University absolviert. Seine Promotion im Jahr 2006 im Fach Mittlere und Neue Kirchengeschichte und seine Rückkehr nach Eichstätt im Jahr 2012 unterstreichen seine akademische Kompetenz.

Neues Leitungsteam

Mit Dr. Robert Rapljenović, der am 1. September das Vizerektoramt übernimmt, wird das Leitungsteam komplettiert. Dieser 46-Jährige wurde in Frankfurt geboren und wuchs in Südhessen auf. Seine Eltern stammen aus Kroatien. Rapljenović wurde 2010 zum Priester geweiht und hat verschiedene Aufgaben in Kroatien übernommen, bevor er 2013 nach Eichstätt zurückkehrte. Dort promovierte er 2018 und übernahm zwischenzeitlich die Leitung des griechisch-katholischen Priesterseminars in Zagreb. Rückkehr nach Eichstätt gab es 2020 nach Erdbebenschäden am Seminar in Zagreb, und auch er hat sich seelsorglich engagiert. 2021 wurde er zum Erzpriester erhoben.

Die Neubesetzungen sind notwendig geworden, da die bisherigen Leiter, Dr. Oleksandr Petrynko und Dr. Mykola Dobra, neue seelsorgliche Aufgaben übernehmen. Petrynko wechselt zum 1. Oktober in den Dienst des Bistums Chur in der Schweiz, während Dobra in das Apostolische Exarchat für Ukrainer des byzantinischen Ritus in Deutschland und Skandinavien geht. In diesem Kontext wird das Leitungsteam des Collegium Orientale zum akademischen Jahr 2026/27 wieder vollständig sein.

Ein Blick in die Geschichte

Die Wurzeln des Bistums Eichstätt reichen bis ins 8. Jahrhundert zurück, mit der Bischofsweihe von Willibald im Jahr 741 als markantes Ereignis. Es umfasst heute eine Fläche von 6.025 Quadratkilometern und hat 267 Pfarrgemeinden mit rund 334.500 Katholiken. In dieser Umgebung wird das Collegium Orientale nicht nur als Ausbildungsstätte für Priesteramtskandidaten, sondern auch als Ort der Begegnung und des interkulturellen Austauschs geschätzt.

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Die Kombination aus den vielfältigen Erfahrungen und dem Engagement von Mykhaleyko und Rapljenović verspricht eine spannende Zeit für das Collegium Orientale. Die Herausforderungen und Chancen, die vor ihnen liegen, werden sicherlich ein neues Kapitel in der Geschichte des Kollegs aufschlagen. Man darf gespannt sein, wie sie die Traditionen des Bistums mit frischen Ideen und Perspektiven verbinden werden.

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