Ein neuer Anfang: Abiturfeier am Gymnasium Beilngries 2026
Am späten Freitagnachmittag, dem 26. Juni 2026, war die Stimmung am Gymnasium Beilngries elektrisierend. Die feierliche Verabschiedung des diesjährigen Abiturjahrgangs war ein Ereignis, das alle Anwesenden in seinen Bann zog. Nach dem Ausfall der Abiturfeier im vergangenen Jahr – ein Umstand, der wohl auch den Rückumstellungen von G8 auf G9 geschuldet war – war die Vorfreude umso größer. Der Lehrerchor, ein wahrer Klangkörper, gratulierte den Absolventen mit dem bewegenden Stück „Und wir gratulieren“, das die Namen aller Absolventen in ein musikalisches Licht tauchte.
Die Feierlichkeiten waren gespickt mit musikalischen Einlagen, die von der talentierten BigBand und dem Vokalensemble dargeboten wurden. Martin Graf, der ständige Vertreter der Schulleitung, fand herzliche Worte des Dankes an die Feuerwehr Beilngries für die Bereitstellung von Belüftungsgeräten – eine Geste, die die Wertschätzung der Gemeinschaft für die Schulgemeinde unterstrich. Stellvertretender Landrat Bernhard Sammiller (CSU) und Bürgermeister Helmut Schloderer (BL/FW) hielten inspirierende Reden. Besonders Schloderer hob hervor, dass die Absolventen nun Teil eines neuen Kapitels in der bayerischen Schulgeschichte sind – ein Satz, der in der Luft hing und für einige emotionale Regungen sorgte.
Der Weg in die Zukunft
Die Vorsitzende des Elternbeirats, Michaela Herrler, und der Vorsitzende des Vereins der Freunde des Gymnasiums, Dominik Biersack, überbrachten ebenfalls ihre Glückwünsche, während Lukas Eisenmann die Abiturrede hielt. Er zeigte ein Video, das mit seinen fröhlichen Momenten aus der Schulzeit die Herzen der Zuhörer erwärmte. Schulleiterin Sabine Nolte-Hartmann sprach in ihrer Ansprache über die unvergesslichen Jahre, die hinter den Absolventen liegen, und ermutigte sie, mutig ihren Weg in die Zukunft zu gehen. Die feierliche Zeugnisübergabe durch Direktorin Nolte-Hartmann und die Oberstufenkoordinatoren war ein weiterer emotionaler Höhepunkt.
Ein Durchschnitt von 2,11 zeugt von den großartigen Leistungen des Jahrgangs, aber das große Highlight war Andreas Mayer, der mit der Traumnote 1,0 für seine hervorragenden Ergebnisse geehrt wurde. Buchpreise für besondere Leistungen in der Seminararbeit gingen an mehrere Absolventen, während vier glückliche Schülersprecher mit Buchgutscheinen belohnt wurden. Auch ein Buchpreis der Stadt Beilngries für besonderes Engagement wurde vergeben. Abiturpreise von Fachverbänden honorierten die herausragenden Leistungen in spezifischen Fächern. Die Feier endete mit einem Abiball in der festlich geschmückten Bühler-Halle, wo die frischgebackenen Abiturienten gemeinsam mit ihren Freunden und Familien feierten.
Ein Blick auf die Schulgeschichte
Im Kontext dieser festlichen Verabschiedung ist es interessant, einen Blick auf die Schulgeschichte in Deutschland zu werfen. Die römisch-katholische Kirche etablierte sich seit der Spätantike als Bildungsträger, und schon im 7. und 8. Jahrhundert gründeten Iroschottische Missionare Klöster, die als Bildungsstätten dienten. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich aus diesen Klosterschulen zahlreiche Bildungseinrichtungen, die bis in die heutige Zeit ihre Spuren hinterlassen haben. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstand das dreigliedrige Schulsystem, das bis heute für viele Schüler von Bedeutung ist.
Die Bildungslandschaft hat sich, wie auch der Abiturjahrgang in Beilngries, ständig weiterentwickelt. Von der Einführung der Grundschule im Jahr 1920 bis hin zu den aktuellen Herausforderungen wie Inklusion und Digitalisierung im Bildungswesen zeigt sich, dass der Weg zur Bildung nie stillsteht. Über 40% der Schüler in Deutschland haben mittlerweile einen Migrationshintergrund, was die Vielfalt und die Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg weiter bereichert.
So schließt sich der Kreis zwischen dem feierlichen Anlass am Gymnasium Beilngries und der langen Geschichte der Bildung in Deutschland. Die Absolventen sind nun Teil dieser fortlaufenden Geschichte, mit all ihren Herausforderungen und Chancen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sie ihren Platz in dieser Welt finden werden.
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