Heute ist der 14.05.2026, und in Eichstätt spürt man förmlich die Vorfreude auf Christi Himmelfahrt. An diesem besonderen Tag, der nicht nur ein Feiertag, sondern auch ein Fest der Hoffnung und Verwandlung ist, versammeln sich Gläubige in den Kirchen, um sich gemeinsam auf den Weg zu machen. Die Predigt von Archimandrit Dr. Andreas-Abraham Thiermeyer hebt genau diese Aspekte hervor. Sie erinnert uns daran, dass wir nicht für das Nichts geschaffen sind, sondern einen Platz bei Gott haben. Das ist doch ein Grund zur Freude!

In seiner Ansprache zitiert er die Apostelgeschichte, in der Engel die Jünger auffordern, nicht nur zum Himmel zu schauen, sondern aktiv zu leben. Diese Aufforderung spiegelt sich auch in den liturgischen Bausteinen des Tages wider. Die erste Lesung, Apg 1,1-11, erinnert die Jünger an ihren Auftrag, Zeugnis für die Liebe Gottes zu geben. Es ist diese Verbindung zwischen dem Himmlischen und dem Irdischen, die den Tag so besonders macht.

Ein Tag voller Rituale und Gebete

Ein weiteres zentrales Element der Liturgie ist das Tagesgebet, in dem um Freude und Dankbarkeit gebeten wird. Es ist eine Ermutigung, die Hoffnung zu teilen – und das in einem Moment, in dem wir uns oft nach Gemeinschaft und Sinn sehnen. Diese Gedanken werden in den Fürbitten aufgegriffen, wo für die Glaubensgemeinschaft, die Kirche und auch für die Benachteiligten der Gesellschaft gebetet wird. „Sende aus deinem Geist, und das Antlitz der Erde wird neu“, so lautet die Antwort auf jede Bitte. Das klingt fast nach einem Aufruf zur Erneuerung, nicht wahr?

Nicht zu vergessen ist das Einzugslied „Christ fuhr gen Himmel“, das die Versammlung mit seiner Melodie gleich zu Beginn in eine festliche Stimmung versetzt. Die Klänge schwingen durch die Kirche und lassen die Herzen höher schlagen. Es ist der Moment, in dem die Gemeinschaft spürbar wird, und der Glaube lebendig ist.

Christus ist uns näher als je zuvor

In Thiermeyers Predigt wird auch betont, dass Christus nicht verschwunden ist. Er ist uns näher als je zuvor. Das gibt vielen Trost und Sicherheit. Es ist doch beruhigend zu wissen, dass wir nicht allein sind, auch wenn wir uns manchmal verloren fühlen. Die vierzig Tage zwischen Ostern und Himmelfahrt stehen symbolisch für eine Zeit der Reifung, in der der Glaube nicht weltfremd, sondern das Leben hier auf der Erde bereichern soll. Das Menschsein ist gewollt und zur Herrlichkeit berufen – eine Botschaft, die uns an unsere Würde erinnert und uns motiviert, für andere einzustehen.

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Der Höhepunkt des Gottesdienstes ist das Gabengebet, in dem um die Wandlung von Brot und Wein gebeten wird. Hier wird die Gemeinschaft, die wir miteinander teilen, noch einmal besonders spürbar. Es ist ein Moment der Besinnung, in dem wir uns bewusst machen, dass wir Teil eines größeren Plans sind. Das Leben und Wirken Jesu in die Welt zu tragen – das ist unser Auftrag. Und das gibt uns einen Sinn, der über den Alltag hinausgeht.

In Zeiten, in denen viele Menschen nach Antworten und Gemeinschaft suchen, bietet Christi Himmelfahrt eine willkommene Gelegenheit zur Reflexion und zur Stärkung des Glaubens. Ein Tag, der nicht nur nach oben blickt, sondern uns ermutigt, aktiv zu leben und die Spuren des Heils weiterzugeben. So wird dieser Feiertag für viele zu einem Zeichen der Hoffnung und des Miteinanders, das uns alle verbindet.