Heute ist der 7.05.2026 und in Eichstätt ist die Stimmung angespannt. Die Fans des VfB Eichstätt stehen vor dem letzten Heimspiel der Saison, und es gibt einen Abschied, der schwerer wiegt als so mancher Abstieg. Jonas Fries, eine Ikone des Vereins, verlässt nach fast zehn Jahren die Bühne. Seine Entscheidung, als spielender Co-Trainer zum SC Großschwarzenlohe zu wechseln, bringt nicht nur Veränderung für ihn, sondern auch für den ganzen Verein. Ein Abschiedsinterview vor dem letzten Auswärtsspiel gegen FC Bayern München II hat die Gemüter bewegt.

2017 kam Fries vom 1. FC Nürnberg II nach Eichstätt, und seitdem hat er sich in die Herzen der Fans gespielt. Er beschreibt seine Zeit hier als unvergesslich – mit vielen Höhen und Tiefen. Man denke nur an den Gewinn der Bayerischen Amateurmeisterschaft oder die schmerzlichen Verletzungen, die ihn zwangen, seine Grenzen auszuloten. Als Führungsspieler und Kapitän war er nicht nur ein Spieler, sondern auch eine Identifikationsfigur für das gesamte Team. Durch Umbrüche und den Abstieg fühlte er sich oft in eine Führungsrolle gedrängt, und hat diese Herausforderung mit Bravour gemeistert.

Ein Blick auf die Erfolge

Jonas Fries ist stolz auf die Erfolge, die er mit dem VfB Eichstätt feiern konnte. Die beste Platzierung und die Teilnahme am DFB-Pokal sind Meilensteine, die in die Vereinsgeschichte eingehen. Es waren nicht nur die Spiele gegen die großen Namen wie TSV 1860 München oder das DFB-Pokalspiel gegen Hertha BSC, die ihm in Erinnerung bleiben, sondern auch die vielen persönlichen Momente mit seinen Mitspielern, insbesondere mit Benjamin Schmidramsl, der ihn stark geprägt hat.

Über 200 Pflichtspiele – das ist eine Zahl, die für sich spricht. Trotz der Rückschläge und Verletzungen hatte Fries nie den Gedanken ans Aufhören. „Irgendwie war der Fußball immer Teil meines Lebens“, sagt er. Der Schritt, nun eine Kombination aus Spiel und Trainerrolle zu übernehmen, sieht er als spannende Herausforderung. Der Abschied von Eichstätt wird ihm schwerfallen, aber gleichzeitig ist da die Vorfreude auf die neuen Aufgaben, die auf ihn warten.

Ein Abschied, der bewegt

Im letzten Heimspiel gegen Buchbach plant Fries, auf dem Platz zu stehen und sich von den Fans zu verabschieden. „Das ist einfach wichtig für mich“, sagt er. Die Emotionen werden hochkochen, wenn die Fans ihm für seine Jahre im Verein danken – und auch er wird mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die Zeit zurückblicken. Es sind die Freundschaften, die Erinnerungen und die Erlebnisse, die ihn so stark mit Eichstätt verbinden.

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Fußball hat in Deutschland eine lange Tradition. Über 150 Jahre ist vergangen, seit Konrad Koch 1874 den Fußball nach Braunschweig brachte. Was einst als „Fusslümmelei“ belächelt wurde, hat sich mittlerweile zu einer globalen Leidenschaft entwickelt. Die Gründung des DFB im Jahr 1900 markierte den Beginn organisierter Wettbewerbe und schuf die Grundlage für den Fußball, wie wir ihn heute kennen. Die ersten Länderspiele, die Einführung der Bundesliga und die Erfolge der deutschen Nationalmannschaft, wie der WM-Titel 1954, sind Teil einer beeindruckenden Geschichte, die auch Jonas Fries mit seiner Leidenschaft für das Spiel verkörpert.

Die Fußballkultur in Deutschland verbindet Generationen und schafft Identitäten. Für viele ist der Verein nicht nur ein Ort, an dem Sport betrieben wird, sondern auch ein Zuhause. Mit über 27.000 Fußballvereinen und 6,5 Millionen Mitgliedern ist der Fußball ein zentrales Element der deutschen Kultur. Und so wird auch der Abschied von Jonas Fries nicht nur als Verlust einer Spielerpersönlichkeit wahrgenommen, sondern als ein kleiner Einschnitt in die lebendige Fußballgeschichte des VfB Eichstätt.