Die katholische Kirche in Eichstätt hat am Samstag, dem 28. Juni 2025, einen bedeutsamen Schritt in ihrer Geschichte vollzogen. In der Schutzengelkirche wurden die Priesteramtskandidaten Nikolai Losev, Jonas Reißmann und Sebastian Scharnagl zu Diakonen geweiht. Die Zeremonie fand unter der Leitung von Weihbischof Adolf Bittschi statt, da der Bischofsstuhl der Diözese derzeit vakant ist. Bittschi, der gebürtige Eichstätter und langjährig im Bistum Sucre in Bolivien tätig, unterstrich in seiner Predigt die dreifache Aufgabe des Diakons: die Verkündigung des Evangeliums, die Mitwirkung an der Feier der Sakramente sowie den Dienst an den Armen und Ausgegrenzten. „Euer Herz soll brennen“, so der Weihbischof, der in Anlehnung an Papst Franziskus die Nähe zu den Menschen an den Rändern der Gesellschaft betonte.

Die Weihe, die durch stille Handauflegung und ein großes Weihegebet vollzogen wurde, eröffnet den geweihten Diakonen zahlreiche Dienste in der Kirche. Sie sind befugt, Taufen zu spenden, Hochzeiten und Begräbnisse zu leiten. Diese Schritte markieren einen wichtigen Teil des Weges für die zukünftige Priesterweihe, die für den 25. April nächstes Jahr angesetzt ist.

Die neuen Diakone

Die frisch geweihten Diakone bringen unterschiedlichste Erfahrungen mit:

  • Nikolai Losev: Aktuell in der Pfarrei Unbefleckte Empfängnis der Heiligen Jungfrau Maria in Moskau engagiert, sammelte er wertvolle Erfahrungen in einem Praktikum im Pfarrverband Nürnberg-Langwasser.
  • Jonas Reißmann: Er kommt aus der Pfarrei Mariä Aufnahme in den Himmel in Roth und hat seine Kenntnisse in der Pfarrei Herz Jesu in Ingolstadt vertieft.
  • Sebastian Scharnagl: Sein Anliegen gilt der Pfarrei St. Canisius in Ingolstadt, wo er im Pfarrverband Berching tätig war.

Der Festgottesdienst wurde musikalisch mit der „Messa di San Giuseppe“ von Johann Ernst Eberlin umrahmt. Sopranistin Ava Malek Esmaeili und Rudolf Pscherer an der Orgel sorgten gemeinsam mit der Schola der Alumnen des Priesterseminars für eine feierliche Atmosphäre. Die Messe wurde live auf den Internetseiten des Bistums übertragen und ist nach wie vor online abrufbar.

Ein Blick über die Grenzen

Die Weihe der Diakone in Eichstätt findet in einem größeren Zusammenhang innerhalb der katholischen und orthodoxen Kirchen statt. In der jüngeren Vergangenheit gab es eine aufregende Entwicklung: Angelic Molen wurde in Simbabwe zur Diakonin geweiht, und dies mit demselben Ritus wie bei männlichen Diakonen. Diese Weihe weist darauf hin, dass die Diskussion über den Diakonat der Frauen in der orthodoxen Kirche nicht nur ein Thema ist, das historische Wurzeln hat, sondern zunehmend auch in anderen religiösen Kontexten diskutiert wird. Die Debatte, ob Frauen zum Diakonat zugelassen werden sollten, bleibt jedoch umstritten, und viele Traditionalisten sind skeptisch gegenüber diesen Entwicklungen.katholisch.de berichtet darüber, dass diese Veränderungen in der orthodoxen Tradition nicht unmittelbar Auswirkungen auf den katholisch-orthodoxen Dialog haben.

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Mit der Diakonenweihe in Eichstätt wird nicht nur die Weihe von drei neuen Diakonen gefeiert, sondern es wird auch deutlich, dass die Kirche im Wandlungsprozess ist und sich den zeitgemäßen Herausforderungen stellt – auch wenn dies manchmal auf Widerstand stößt. In diesem Sinne bleibt zu hoffen, dass die neuen Diakone nicht nur „Mitarbeiter an der Freude der Menschen“ sind, sondern auch ein Zeichen für die immerwährende Dynamik innerhalb der katholischen Gemeinschaft setzen.

Für mehr Informationen über die Diakonenweihe und weitere Entwicklungen in der Diözese Eichstätt besuchen Sie die Seiten des Bistums: bistum-eichstaett.de oder schutzengelkirche-eichstaett.de.

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