In Baldham, einem kleinen Ort in der Nähe von München, haben zwei Studenten die Bahnwelt auf den Kopf gestellt. Patrick Trepte und Justin Räker, die frischen Wind in die Mobilitätslandschaft bringen, haben die iOS-App „Railwise“ entwickelt. Die Idee kam ihnen während einer chaotischen Reise nach China, als sie es nicht geschafft haben, rechtzeitig zum Flughafen zu kommen. Man kann sich gut vorstellen, wie die beiden beim hektischen Gepäckschleppen und der Suche nach dem richtigen Terminal die Inspiration für eine App schöpfen, die die Zuverlässigkeit von Bahnverbindungen anzeigt. Und das nicht einfach so, sondern auf Basis historischer Verspätungsdaten des Bahnverkehrs!

„Railwise“ ist wie ein treuer Weggefährte für alle Bahnreisenden. Die App wertet öffentliche Datenquellen aus, um Muster im Bahnverkehr sichtbar zu machen. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Züge morgens oft pünktlicher sind als abends? Das ist nur eines der vielen kleinen Geheimnisse, die die App lüftet. Mit Echtzeitinformationen zu Verspätungen, Gleiswechseln und Zugausfällen gehört das Rätselraten über die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn der Vergangenheit an. Die App ist seit etwa einem Monat im App-Store für iPhone und iPad erhältlich und hat bereits über 3000 Downloads erreicht – das ist einfach nur beeindruckend!

Ein steiniger Weg zur erfolgreichen App

Die Entwicklung von „Railwise“ begann im November 2025, und die ersten Prototypen haben sie bereits im Dezember getestet. Nun, im Mai 2026, hat die App sogar die Top 20 der kostenlosen iOS-Reise-Apps in Deutschland erreicht. Trepte und Räker verbringen täglich mehrere Stunden mit ihrem Start-Up, während sie gleichzeitig an ihrer Masterarbeit über „Railwise“ schreiben. Programmiererfahrung hatten die beiden zwar, aber die App-Entwicklung war für sie Neuland. Oft heißt es „Learning by doing“ – und genau so haben sie es auch gemacht. Die langfristige Zukunft ihrer Kreation bleibt ungewiss, doch die nächsten Monate könnten entscheidend sein.

Was die Nutzer betrifft, so zeigt eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom, dass Mobilitätsapps in Deutschland mittlerweile fest etabliert sind. 76 Prozent der Smartphone-Besitzer haben solche Anwendungen installiert. Die Anwendungen sind vielseitig, von Routenplanung über Fahrzeitenabfrage bis hin zu Ticketbuchungen. Komischerweise nutzen die meisten Menschen nicht nur eine App – die Mehrheit hat gleich mehrere installiert. 29 Prozent verwenden eine, 36 Prozent zwei, und zehn Prozent sogar vier oder mehr Apps. Das zeigt, wie wichtig es ist, flexibel und gut informiert durch den Alltag zu kommen!

Der Bedarf an smarter Mobilität

Die Relevanz von Mobilitätsapps ist unbestritten. Dr. Bernhard Rohleder von Bitkom hebt hervor, dass 99 Prozent der Nutzer Wert auf einfache Bedienbarkeit legen. Und das ist ein Punkt, den „Railwise“ bereits jetzt gut umsetzt. Außerdem wünschen sich 79 Prozent der Nutzer, dass sie alle Tickets für eine Route in einem Schritt buchen können. Multimodale Mobilitätsapps, die verschiedene Verkehrsmittel und Anbieter kombinieren, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Auch Preisvergleiche und die Anzeige von CO₂-Emissionen sind Themen, die den Nutzern am Herzen liegen. Man kann sagen, dass der Trend zur Nachhaltigkeit auch die Mobilität erreicht hat.

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Insgesamt zeigt sich, dass die Mischung aus innovativen Ideen, wie sie Trepte und Räker mit „Railwise“ verfolgen, und dem gestiegenen Bedarf an funktionalen Mobilitätslösungen in der Bevölkerung eine spannende Entwicklung verspricht. Die nächsten Schritte für die beiden Studenten und ihre App könnten also wegweisend sein – und vielleicht bald auch für viele andere Bahnreisende in Deutschland.