In Grafing, wo Tradition und Moderne aufeinandertreffen, wird seit 2018 ein bemerkenswertes Projekt von engagierten Jugendlichen betrieben – die Suchtpräventionshütte am Volksfest. Die Idee dahinter? Aufklärung über die Gefahren des Alkohols. Hier kommen die jungen Leute ins Spiel: Sie führen Alkoholtests durch und bieten eine Plattform für offene Gespräche. Und das Beste daran? Die Zahl der stark betrunkenen Jugendlichen ist seit Beginn des Projekts gesunken! Ein echter Erfolg!
Die Wurzeln dieses Projekts reichen zurück bis ins Jahr 2017, als es auf dem Volksfest zu einem bedenklichen Vorfall kam. Polizei und lokale Behörden ergriffen Maßnahmen, um die Sicherheit zu verbessern. Aus dieser Notwendigkeit entstand die Suchtpräventionshütte, die mittlerweile den ursprünglichen Container ersetzt hat. Durch die Holzhütte wird eine einladendere Atmosphäre geschaffen – ein Ort, an dem man gerne verweilt.
Einblick in die Schulung und den „Peer-to-Peer“-Ansatz
Im April haben 15 Jugendliche eine spezielle Schulung absolviert, die sie nicht nur im Umgang mit den Testgeräten fit gemacht hat, sondern auch in der Interpretation der Promillewerte und den Gefahren von Alkoholkonsum – ganz besonders in Verbindung mit Mischkonsum. Die Schulung ist eine wichtige Vorbereitung, denn sie zielt darauf ab, dass die Jugendlichen angemessen auf alkoholbedingte Situationen reagieren können. Und das alles geschieht im „Peer-to-Peer“-Ansatz: Gleichaltrige sprechen auf Augenhöhe miteinander, unterstützt von Erwachsenen im Hintergrund. Bürgermeister Christian Bauer hebt das Engagement der Jugendlichen hervor und betont, wie wichtig Prävention in unserer Gesellschaft ist.
Die geschulten Jugendlichen stehen nicht nur während des Volksfestes bereit, sondern sind auch Ansprechpartner für Fragen zu Alkohol und Konsumverhalten. Bei der nächsten Veranstaltung, „Rausch und Risiko“ am 14. Juli an der Realschule Ebersberg, wird es sogar realitätsnahe Nachstellungen von Alkoholunfällen geben. Ein Schritt, der die Gefahren des Alkohols eindrucksvoll verdeutlichen soll!
Engagement und Unterstützung durch die Gemeinschaft
Das Projekt wird tatkräftig vom Grafinger Jugendforum unterstützt, unter Leitung von Martina Broß und Mathias Mehl, sowie von Fachkräften der Jugendarbeit des Landratsamts Ebersberg. Florian Hoffmann, Ingo Pinkowski und Jonas Hildwein sorgen dafür, dass die Jugendlichen die Unterstützung bekommen, die sie für ihre wichtige Arbeit brauchen. Das Ziel ist klar: Eine Feierkultur mit Verantwortung zu verbinden und die Eigenkompetenz junger Menschen im Umgang mit Alkohol zu stärken.
Das Grandauer Volksfest geht über das Feiern hinaus und zeigt, wie Traditionen und Suchtprävention Hand in Hand gehen können. Hier wird aktiv daran gearbeitet, dass die jungen Menschen nicht nur feiern, sondern auch Verantwortung übernehmen. Es ist eine spannende Entwicklung, die zeigt, wie engagiert die Jugend in Grafing ist und wie wichtig solche Projekte für die Gemeinschaft sind.