Am vergangenen Samstag fand ein ganz besonderes Fest im Bürgerhaus Pliening statt. 320 Gäste waren gekommen, um den scheidenden Bürgermeister Roland Frick zu ehren. Nach 12 Jahren im Amt, in denen er die Geschicke der Gemeinde maßgeblich lenkte, wird er am 30. April 2025 seine Amtszeit beenden. Man könnte sagen, die Atmosphäre war elektrisierend, voller Dankbarkeit und ein bisschen Wehmut. Mit 72 Jahren zieht Frick nun den Hut, und das wurde gebührend gefeiert!

Die Verabschiedung wurde von seinem Nachfolger Anton Holzner organisiert. Der Abend begann mit einer ganz besonderen Geste – Frick wurde mit dem neuen Plieninger Feuerwehrauto von zuhause abgeholt. Ja, das muss man erst einmal erleben! Zahlreiche Vereinsvertreter waren anwesend, einige mit Fahnenabordnungen, was dem ganzen Anlass einen festlichen Rahmen verlieh. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, das Essen wurde von der Metzgerei Holzner geliefert und die Bewirtung übernahmen engagierte Mitglieder des Burschenvereins Pliening, des Arbeiter- und Burschenvereins Landsham sowie des Dirndlvereins D‘ Wuid‘n Bix‘n. Ein wahrhaft kulinarisches Vergnügen!

Ein Rückblick auf die Amtszeit

In seiner Festrede würdigte Anton Holzner Fricks unermüdlichen Einsatz mit den Worten: „Ganz Pliening sagt Dankeschön!“. Und das zu Recht. Roland Frick war nicht nur ein politisches Gesicht – er war ein Teil der Gemeinde. Seit 1987 lebt er mit seiner Frau Irmgard in Pliening. 1996 wurde er Gemeinderatsmitglied und war 12 Jahre lang 2. Bürgermeister, bevor er die Rolle des Ersten Bürgermeisters übernahm. Wenn man bedenkt, dass er 30 Jahre für die CSU in der Plieninger Kommunalpolitik aktiv war, kann man die tiefe Verbundenheit zur Gemeinde gut nachvollziehen.

Sein letzter Neujahrsempfang, der erst vor kurzem stattfand, war ein weiterer Höhepunkt seiner Amtszeit. Über 200 Gäste waren ebenfalls dort, was zu zusätzlichen Tischreihen führte. Frick sprach über die Herausforderungen der Zeit, über die Demokratie und die AfD und betonte die Wichtigkeit des Ehrenamts. Die Gemeinde kann stolz auf die Projekte blicken, die unter seiner Führung realisiert wurden: die Sanierung der alten Schule in Gelting, das Neubaugebiet Landsham-Süd und zahlreiche Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen. „Pliening ist meine Heimat“, stellte er fest und zog eine positive Bilanz seiner Zeit im Amt.

Die Bedeutung des Ehrenamts

Die Feierlichkeiten wurden von musikalischen Darbietungen begleitet. Die Musikkapelle Gelting spielte sowohl zu Beginn als auch zum Abschluss des Abends. Ebenso gab es beeindruckende Aufführungen, unter anderem Tänze von den Kindern des TSV Pliening/Landscham und des Trachtenvereins Stoabergler Gelting. Jeder Moment schien durch die Musik und die Tänze zu pulsieren, einfach unvergesslich!

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In einer Zeit, in der die Herausforderungen für ehrenamtliche Bürgermeister immer größer werden, ist es wichtig, solche Momente zu feiern. Über 6000 Gemeinden in Deutschland sind auf engagierte Bürger angewiesen. Die jüngsten Umfragen zeigen, dass die Zufriedenheit mit den Gestaltungsmöglichkeiten vor Ort sinkt und viele Ehrenamtliche unter Druck stehen. Roland Frick hat in den letzten Jahrzehnten stets auf die Bedeutung des Ehrenamts hingewiesen und dessen Wertschätzung gefördert, und das ist etwas, das in Pliening nicht in Vergessenheit geraten sollte.

So geht ein Kapitel zu Ende, das von Hingabe, Engagement und der Liebe zu seiner Heimat geprägt war. Pliening wird Roland Frick vermissen, aber die Dankbarkeit und die Erinnerungen an seine Zeit werden bleiben.