Die Cham-Kultur, ein faszinierendes Erbe mit tiefen Wurzeln, ist in Vietnam mehr als nur eine Erinnerung an vergangene Zeiten. In der Provinz Khanh Hoa, wo der traditionelle Cham-Tanz am Ponagar-Turm bewundert werden kann, spürt man förmlich die pulsierende Energie dieser lebendigen Gemeinschaft. Hier, im Schatten des beeindruckenden Po-Klong-Garai-Turms, der im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert erbaut wurde, wird die Verehrung des Königs Po Klong Garai lebendig. Diese Anlage zieht während des Katê-Festivals Tausende von Cham und Brahmanen an. Wenn die Klänge von Ginang-Trommeln und Saranai-Hörnern durch die Luft wehen, wird jeder Besucher in eine andere Welt versetzt – eine Welt voller Tradition und Spiritualität.

Mit den Jahren hat sich jedoch auch die Cham-Kultur weiterentwickelt. Das Katê-Festival, eines der bedeutendsten Feste der Cham-Hindu-Tradition, wird jährlich in der Provinz Ninh Thuan gefeiert. 2025 findet dieses farbenfrohe Spektakel, das geballte Energien in Form von Musik, Tanz und Ritualen präsentiert, statt. Es ist nicht nur eine Feier der Cham-Leute, sondern zieht auch zahlreiche Besucher an, die sich in die lebendige Atmosphäre stürzen wollen. Die Teilnehmer, in ihren traditionellen Gewändern gekleidet, zelebrieren die Ehre von Po Klaong Garai und König Po Rome. Man kann die Vorfreude förmlich spüren, wenn sie für gutes Wetter und reichliche Ernten beten.

Die reiche Vielfalt des Cham-Kulturerbes

Die Cham-Gemeinden in Bac Binh sind wahre Hüter traditioneller Bräuche und Glaubensvorstellungen. Auch das Töpferdorf Bau Truc in Khanh Hoa sticht hervor – hier wird handgefertigte Keramik produziert, die 2022 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde. Über 17.000 Töpferwaren verlassen jährlich die Werkstätten, die 400 bis 500 Arbeitsplätze schaffen. Ein Hoch auf die Kunst des Töpferns! Währenddessen wird das Go-Töpferhandwerk in Bac Binh schrittweise wiederbelebt, was das kulturelle Erbe weiter stärkt.

Die Cham-Kultur ist nicht nur ein Überbleibsel der Vergangenheit; sie lebt durch ihre religiösen Bauwerke, die als nationale Gedenkstätten anerkannt sind. Die Po-Rome- und Po-Sah-Inu-Türme stehen in der Nähe, wobei letzterer zu den ältesten erhaltenen Bauwerken der Cham-Kultur gehört. Die regelmäßig organisierten Cham-Kunstaufführungen und Nachstellungen des Katê-Festivals bringen neue Generationen zusammen und fördern das Bewusstsein für diese reiche Tradition. Das Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus der Provinz Lam Dong hat spezielle Tourismusrouten entwickelt, um das Cham-Kulturerbe noch mehr ins Rampenlicht zu rücken.

Ein Festival der Begegnungen

Das Katê-Festival, das in der Regel im frühen Juli des alten Cham-Kalenders gefeiert wird, hat sich zu einem einzigartigen kulturellen Erlebnis entwickelt. In diesem Jahr wird es am 20. und 21. Oktober stattfinden. Die Hauptaktivitäten konzentrieren sich auf die Po Klaong Garai-, Po Rome- und Po Sah Inu-Türme, wo man sich beim Gruppenmusizieren und Tanzen den traditionellen Cham-Songs hingibt. Die Atmosphäre ist unbeschreiblich – eine Mischung aus Freude, Spiritualität und Gemeinschaftsgefühl. Hunderte von Kunsthandwerkern, Künstlern und Angehörigen der Cham-Volksgruppe nehmen an diesen Feierlichkeiten teil, die aus sieben verschiedenen Provinzen und Städten zusammenkommen.

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Das Festival ist damit nicht nur ein Schaufenster für die Cham-Kultur, sondern auch ein Ort der Begegnung und des Austauschs, an dem alte Bräuche lebendig gehalten werden. Die Vielfalt an materiellem und immateriellem Kulturerbe, die in diesen Feierlichkeiten zum Ausdruck kommt, verleiht der Cham-Kultur eine unverwechselbare Note. Ehrlich gesagt, es ist einfach nur beeindruckend, wie lebendig und bunt dieses kulturelle Erbe auch heute noch ist.

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