Im Berchtesgadener Land, wo die Alpen majestätisch in den Himmel ragen und die Luft frisch und klar ist, hat das Bayerische Rote Kreuz (BRK) im Jahr 2025 eine beachtliche Bilanz im Rettungsdienst und Krankentransport gezogen. Insgesamt 15.183 Einsätze wurden durchgeführt, ein beeindruckender Wert, der zeigt, wie wichtig die Arbeit der Rettungskräfte in dieser Region ist. Dabei sind die Einsätze aufgeteilt in 3.311 Notarzteinsätze, 3.865 Notfalleinsätze und 8.007 Krankentransporte. Ein Blick auf die Zahlen verrät, dass die Notarzteinsätze im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind, während Notfalleinsätze um fast fünf Prozent zugenommen haben. Ein klarer Hinweis darauf, dass die Herausforderungen im Rettungsdienst ständig im Fluss sind.

Das BRK im Berchtesgadener Land ist bestens ausgestattet. Mit insgesamt acht Rettungswagen, fünf Krankentransportwagen und drei Notarzteinsatzfahrzeugen, die alle über Allradantrieb verfügen, sind die Einsatzkräfte in der Lage, auch in unwegsamem Gelände schnell zu reagieren. Über 70 Prozent der Einsätze sind internistische Notfälle. Das sind oft die stillen Krisen, bei denen schnelle Hilfe gefragt ist. Verkehrsunfälle und chirurgische Einsätze nehmen hingegen ab – vielleicht ein Zeichen dafür, dass die Menschen bewusster und vorsichtiger unterwegs sind. Es ist jedoch auch bemerkenswert, dass die ehrenamtlichen BRK-Bereitschaften, die bei Spitzenzeiten Unterstützung leisten, 2025 insgesamt 24 Patienten versorgt und transportiert haben. Das zeigt den unermüdlichen Einsatz der Ehrenamtlichen in der Region.

Moderne Technik im Einsatz

Seit Mitte November 2025 wird das Rettungsteam durch die Einführung eines Telenotarztes unterstützt. Das bedeutet, dass RTW-Besatzungen einen Arzt digital hinzuziehen können, der in Echtzeit kommuniziert. Ein echter Gewinn für die Patientenversorgung! Zudem haben alle vier Rettungswachen in Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing und Teisendorf Alarmmonitore für Echtzeit-Informationen installiert. Diese technischen Neuerungen tragen dazu bei, die Effizienz und die Reaktionszeiten im Rettungsdienst erheblich zu verbessern.

Ein digitales Wachbuch optimiert die Aufgabenverteilung und Dokumentation. Hier wird alles festgehalten – vom Einsatzbeginn bis zur Übergabe des Patienten im Krankenhaus. Die Finanzierung der zusätzlichen Fahrzeuge und Ausrüstungen erfolgt fast ausschließlich durch Spenden, was zeigt, wie wichtig die Unterstützung aus der Bevölkerung ist. In der Region gibt es zudem 21 zusätzliche Fahrzeuge und 10 Anhänger, die für Großschadensfälle bereitstehen. Diese umfangreiche Ausstattung ist ein Sicherheitsnetz für die Bevölkerung und sorgt dafür, dass im Notfall schnell und effektiv gehandelt werden kann.

Kooperation und Ausbildung

Die BRK-Kreisverbände Berchtesgadener Land und Traunstein arbeiten eng zusammen, insbesondere in der Aus- und Fortbildung. Hohe Fortbildungsquoten sind das Resultat dieser Kooperation. In Bayern sind die Landkreise und kreisfreien Gemeinden für den öffentlichen Rettungsdienst verantwortlich und arbeiten dabei in kommunalen Zweckverbänden zusammen. Diese Struktur sorgt für eine koordinierte und effektive Notfallversorgung in der gesamten Region. Die Integrierten Leitstellen sind der Dreh- und Angelpunkt, wo Notrufe unter der einheitlichen Nummer 112 entgegengenommen werden. Hier wird entschieden, welche Ressourcen benötigt werden und wie die Einsätze zu steuern sind.

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Medizinisches Qualitätsmanagement wird durch die Ärztlichen Leiter Rettungsdienst sowie durch Bezirks- und Landesbeauftragte sichergestellt. Ein wichtiges Element, um die hohen Standards im Rettungsdienst aufrechtzuerhalten. Bayern ist in 25 Rettungsdienstbereiche unterteilt, was eine gezielte und bedarfsgerechte Versorgung ermöglicht. Jedes Jahr wird im Rettungsdienstbericht Bayern ein Überblick über die aktuellen Strukturen gegeben, der auch die Entwicklungen und Herausforderungen der letzten Jahre umfasst.