Am 5. Juli 2026 ist es wieder einmal an der Zeit, über die Gefahren beim Baden zu sprechen. In den letzten Wochen hat sich im Landkreis Aichach-Friedberg ein trauriges Muster gezeigt. Gleich drei Menschen ertranken in Kissing – darunter zwei Geflüchtete, ein 20-Jähriger aus Benin und ein 24-Jähriger aus Syrien. Petra Hamberger, die Asyl- und Integrationsbeauftragte in Kissing, macht sich ernsthaft Sorgen. Viele der neuangekommenen Menschen können nicht schwimmen, und das ist in vielerlei Hinsicht ein ernstes Problem.

Für viele Geflüchtete gibt es in ihren Herkunftsländern kaum Schwimmkurse. Das bedeutet, dass sie oft nicht die nötigen Fähigkeiten haben, um sicher im Wasser zu sein. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat derzeit eine Wartezeit von bis zu zwei Jahren für Schwimmkurse, was natürlich nicht gerade hilfreich ist. Hamberger versucht, den Menschen in der Asylunterkunft die Gefahren beim Baden zu verdeutlichen, doch oft geht das Gefühl der Sicherheit über das Bewusstsein für mögliche Risiken. Dies ist besonders besorgniserregend, wie DLRG-Sprecher Fridolin Fluhr betont: Viele Nichtschwimmer haben kein ausreichendes Gefahrenbewusstsein.

Ein besorgniserregender Trend

Rainer Heinl, der technische Leiter der Kreiswasserwacht Aichach-Friedberg, berichtet von einem besorgniserregenden Anstieg der Einsätze bei Nichtschwimmern – häufig handelt es sich um Personen mit Migrationshintergrund. So ertrank neben den beiden Geflüchteten auch ein 54-Jähriger, der unglücklich ins Wasser fiel. Innerhalb weniger Tage drei Todesfälle! Das ist schon ziemlich schockierend. Die Flüsse werden nicht überwacht, und das Baden dort wird somit zu einem gefährlichen Unterfangen.

Und was können wir tun, um solche Tragödien zu vermeiden? Fluhr hat einige Empfehlungen. Badegäste sollten nicht alleine schwimmen, Alkohol vermeiden und sich langsam an die Wassertemperatur gewöhnen. Ein weiterer wichtiger Punkt: Kopfsprünge in flaches Wasser sind tabu! Oft geschieht das Ertrinken leise – ein Warnsignal, das viele nicht wahrnehmen. Im Notfall sollte sofort die 112 gewählt werden. Das könnte Leben retten.

Ertrinken in Deutschland

<pLaut der DLRG ertranken im Jahr 2022 in Deutschland mindestens 393 Menschen. Das sind 18 Fälle weniger als im Jahr zuvor, aber die Zahlen sind immer noch alarmierend. Besonders häufig ereigneten sich die Badeunfälle im Juni. Ute Vogt, Präsidentin der DLRG, warnte sogar, dass bei weiter anhaltendem sonnigem und heißem Wetter in der Hauptferienzeit ein Anstieg der Opferzahlen wahrscheinlich gewesen wäre. An einem einzigen Wochenende im Juni ertranken 15 Menschen – einfach erschreckend!

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Hier in Aichach-Friedberg, wo die Sonne die Menschen zum Baden anzieht, ist es wichtig, dass wir uns dieser Gefahren bewusst sind. Die Anstrengungen von Menschen wie Petra Hamberger sind unerlässlich, um das Bewusstsein für diese Risiken zu schärfen. Wir müssen alle daran arbeiten, dass solche Tragödien nicht mehr geschehen. Denn jeder hat das Recht, den Sommer am Wasser zu genießen, ohne dabei um sein Leben fürchten zu müssen.

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