Am Sonntagabend war es endlich soweit: Noah Roloff wurde in der Versöhnungskirche Waldshut als neuer Bezirkskantor eingeführt. Ein Moment, der nicht nur für ihn, sondern für die gesamte Gemeinde von Bedeutung war. Das Orgelspiel, das er zu Beginn des Gottesdienstes darbot, war wie ein musikalisches Willkommen – eine Einladung zum gemeinsamen Feiern.

Felix Lohrer, der Vorsitzende der Bezirkssynode, ergriff das Wort und war nicht geizig mit Lob. „Kompetenz und menschliche Wärme“, so sprach er, prägten Roloffs Wesen. Und das wurde schnell deutlich, als die Kinderkantorei unter seiner Klavierbegleitung das fröhliche Lied „Wo ich gehe, wo ich stehe“ anstimmte. Man konnte die Begeisterung der kleinen Sängerinnen und Sänger förmlich spüren – die Freude am gemeinsamen Musizieren war ansteckend.

Ein feierlicher Gottesdienst

Die Kantorei, schick und voller Energie, sang abwechselnd mit der Gemeinde das bekannte Lied „Lobe den Herrn, meine Seele“. Während Roloff mit feinen Gesten dirigierte, wurde die Kirche von einer angenehmen Atmosphäre durchzogen. Es war, als ob die Musik die Herzen der Anwesenden miteinander verband. Dekan Markus Wagenbach nahm die Zeremonie ernst und verpflichtete Roloff feierlich, segnete ihn mit persönlichen Bibelworten und dem traditionellen Handauflegen. Das war ein ganz besonderer Moment, der nicht nur Noah, sondern auch die Gemeinde berührte.

Nach der Zeremonie gab es herzliche Gratulationen. Pfarrer Wieland Bopp-Hartwig, umgeben von Applaus, sprach die anerkennenden Worte, die Roloff sicherlich viel bedeuteten. Der Dank, den er daraufhin aussprach – an die Gemeinde und seine Eltern – war ehrlich und berührend. Der liturgische Teil fand seinen Abschluss mit dem Lied „Sei behütet auf deinen Wegen“ – ein schöner Abschluss für einen bewegenden Abend.

Ein Blick in die Zukunft

Noah Roloff, geboren 1999, wird am 1. April 2026 als Bezirkskantor im Evangelischen Kirchenbezirk Hochrhein tätig sein. Er studierte von 2018 bis 2023 Evangelische Kirchenmusik in Heidelberg und war während dieser Zeit als Assistenzorganist an der Universitätskirche tätig. Die nächsten Jahre wird er noch an seiner Karriere feilen, denn von März 2023 bis Februar 2026 absolviert er ein Masterstudium in Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Im Sommersemester 2023 war er als Assistent von Universitätsorganist Daniel Beilschmidt aktiv und wird darüber hinaus vertretungsweise Aufgaben im Kantorat an der Paul-Gerhardt-Kirche übernehmen. Es wird aufregend sein zu sehen, wie sich seine musikalische Reise weiter entfaltet!

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Die Feierlichkeiten endeten nicht abrupt, sondern mündeten in ein geselliges Zusammensein. Nach dem Gottesdienst gab es einen Apéro mit Snacks und Getränken – eine wunderbare Gelegenheit für die Gemeinde, Noah näher kennenzulernen und sich über die kommenden Projekte auszutauschen. Johanna Pick, Vorsitzende des Förderkreises für Kirchenmusik Waldshut, hieß Roloff herzlich willkommen, und es war offensichtlich, dass man große Erwartungen in die Zusammenarbeit mit ihm setzt.

In einer humorvollen Rede ließen drei Mitglieder der Leipziger Kantorei, die Roloff einst leitete, Anekdoten über gemeinsame Erlebnisse einfließen. Carlotta Wagner, eine Wegbegleiterin, brachte die Anwesenden mit ihren Geschichten zum Lachen und sprach im Namen von Roloffs Freundeskreis – ein schöner Beweis dafür, dass Roloff nicht nur als Musiker, sondern auch als Mensch geschätzt wird. Die Vorfreude auf gemeinsame Projekte, geäußert von Anne Roosmann und Oliver Schwarz-Roosmann, Kantoren der Seelsorgeeinheit Mittlerer Hochrhein–St. Verena, war deutlich spürbar.

Insgesamt war der Einführungs-Gottesdienst ein emotionaler und musikalisch bereichernder Abend, der die Weichen für die Zukunft stellte. Die Gemeinde ist bereit, gemeinsam mit Noah Roloff in eine neue Ära zu starten – und wir dürfen gespannt sein, wohin diesen Weg führen wird.