Schülerinnen und Schüler setzen Segel: Das Lessing-Gymnasium baut ein Flussschiff für die Donau
Am Lessing-Gymnasium in Neu-Ulm herrscht eine ganz besondere Aufregung. Sechzehn Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse haben sich zusammengetan, um ein ehrgeiziges Projekt zu realisieren: Sie entwerfen und bauen eine Ulmer Schachtel, ein traditionelles Flussschiff, das einst für den Warentransport auf der Donau genutzt wurde. Das Ganze wird von ihrem Physiklehrer Matthias Burger betreut, der sie bei den technischen Fragestellungen unterstützt, während sie die praktischen Arbeiten eigenständig durchführen. Von den ersten Skizzen bis zur letzten Schraube – die Jugendlichen sind in jeder Phase des Projekts aktiv und bringen ihre Ideen ein.
Der Bau begann im September 2025 und bis jetzt haben die engagierten Schüler bereits rund 300 Arbeitsstunden investiert. So viel Schweiß und Herzblut stecken in dieser kreativen Unternehmung! Das Schiff wird eine Länge von 12,5 Metern und eine Breite von 2 Metern haben. Mit einer Tragfähigkeit von etwa 3,5 Tonnen ist es ein echtes Schwergewicht. Die Materialien, hauptsächlich Sperrholz und Vollholzspanten, werden sorgfältig verleimt und verschraubt. Und das Beste: Das Schiff wird in fünf Teile zerlegbar sein, was den Transport erheblich erleichtert. Das wird bei der Fahrt auf der Donau von Ulm bis zur österreichischen Grenze am Schwörmontag besonders praktisch sein!
Technik trifft Teamarbeit
Die Schüler sind nicht nur für den Bau verantwortlich, sondern auch für die Planung und Organisation der Reise. Wie spannend, eine Woche lang ohne Begleitung der Eltern auf dem Wasser zu sein! Dabei müssen sie unter anderem sicherstellen, dass das Boot sowohl sicher als auch technisch belastbar ist. Es gab auch Rückschläge, wenn mal ein Teil nicht passt oder eine Konstruktion zusammenbricht – aber das gehört natürlich dazu. Diese Erfahrungen fördern nicht nur ihre handwerklichen Fähigkeiten, sondern auch ihre Kompetenzen im Projektmanagement. Teamarbeit steht im Mittelpunkt, und das lässt sich in der Luft förmlich spüren!
Ein Höhepunkt des Projekts wird die Schiffstaufe sein, die einen Tag vor Schwörmontag mit der Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger stattfinden wird. Am 19. Juli 2026 wird die „Lessing“ feierlich getauft, und danach heißt es Leinen los! Die Schülerinnen und Schüler freuen sich schon riesig auf die siebentägige Fahrt nach Kelheim. Und während sie das Wasser unter dem Kiel spüren, wird es sicher auch viel zu erzählen geben über die Herausforderungen und die Freude beim Bau des Schiffes.
Öffentliche Sichtbarkeit und Unterstützung
Das Lessing-Gymnasium wird durch dieses Projekt auch in der Öffentlichkeit sichtbarer. Es ist eine wunderbare Möglichkeit, das Interesse an Naturwissenschaften und handwerklichen Berufen zu fördern. Die Finanzierung erfolgt durch Sponsoren, aber es fehlen noch rund 2.000 Euro zur vollständigen Deckung der Kosten. Ein Spendenkonto wurde eingerichtet, um das Projekt zu unterstützen. Hier zeigt sich wieder einmal, wie wichtig die Gemeinschaft ist – ohne sie ginge es nicht!
In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit, Digitalisierung und innovative Technologien immer mehr in den Vordergrund rücken, ist es wichtig, dass solche Projekte nicht nur stattfinden, sondern auch unterstützt werden. Das Portal „Handwerk macht Schule“ bietet dazu Materialien für verschiedene Fächer und zielt darauf ab, das Interesse an gesellschaftsrelevanten Themen zu wecken. Das Ziel ist es, Schüler für das Handwerk zu begeistern und ihnen das Rüstzeug mit auf den Weg zu geben, das sie für ihre Zukunft benötigen.
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