Heute ist der 10.07.2026 und die Sonne brennt gnadenlos auf Ulm herab. Der diesjährige Sommer hat nicht nur die Gemüter erhitzt, sondern auch die Thermometer zum Überkochen gebracht. Bei solcher Hitze ist es nicht nur der Schweiß, der einem zu schaffen macht. Auch die Lagerung von Medikamenten wird zur echten Herausforderung. Hohe Temperaturen können die Wirksamkeit vieler Arzneimittel beeinträchtigen und das sollte ernst genommen werden.

Arzneimittel sind oft hitzeempfindlich. Insbesondere Insulin ist da ein echter Sorgenkind – bei Temperaturen über 25 Grad kann es seine Wirkung verlieren. Alina Kneisel, eine 26-jährige Diabetikerin, weiß das nur zu gut. Ihre Insulinpumpe muss stets im Schatten bleiben, sonst wird’s kritisch. Medikamente sollten idealerweise zwischen 15 und 25 Grad gelagert werden. Wenn man nun bedenkt, dass das Auto bei sommerlicher Hitze bis zu 80 Grad erreichen kann, wird schnell klar, dass man seine Pillen und Tropfen nicht einfach in der Mittelkonsole ablegen sollte.

Wie lagert man Medikamente richtig?

Ein kühler, dunkler Ort ist das A und O. Schlafzimmer oder ein schattiger Flur sind ideal. Trockene Medikamente sind dabei die robustesten – einfache Tabletten können kurzfristig sogar über 25 Grad gelagert werden. Aber Vorsicht: Orte mit großen Temperaturschwankungen, hoher Luftfeuchtigkeit oder direkter Sonneneinstrahlung sind ein No-Go. Und auch wenn Kühltaschen oder spezielle Medikamentenboxen eine gute Option sind, sollte man sie nicht im Kühlschrank lagern. Zu niedrige Temperaturen können einigen Wirkstoffen schaden. Das ist ein bisschen wie bei uns Menschen – nicht zu heiß, nicht zu kalt!

Hitzeschäden an Medikamenten sind oft nicht sofort erkennbar. Verfärbungen bei Tabletten oder Veränderungen in der Struktur von Cremes und Salben können Warnzeichen sein. Im Zweifel empfiehlt es sich, in der Apotheke nachzufragen – die Experten dort helfen gerne weiter. Medikamente werden dort übrigens durch Klimaanlagen bei moderater Zimmertemperatur gelagert. So bleibt alles in Schuss!

Die gesundheitlichen Auswirkungen der Hitze

Es ist nicht nur die Lagerung, die uns beschäftigt. Der Klimawandel lässt uns auch in Deutschland mit einer Zunahme extremer Hitze rechnen. Extreme Temperaturen haben erhebliche Folgen für die menschliche Gesundheit und das Gesundheitssystem. Das Risiko, dass bestehende Erkrankungen – wie Herz-Kreislauf-Probleme oder Atemwegserkrankungen – sich verschlimmern, steigt. In Hitzewellen werden auch höhere Sterberaten verzeichnet. Besonders gefährdet sind Menschen mit individuellen Risikofaktoren und erhöhter Exposition.

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Ein effektiver Hitzeschutz ist unabdingbar. In diesem Zusammenhang werden sogenannte Hitzeaktionspläne (HAPs) empfohlen. Diese Pläne sollen präventiven Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung umfassen und werden intersektoral koordiniert. Frühzeitige Erkennung bevorstehender Hitzewellen, wie sie das Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes (DWD) anbietet, ist ein wichtiger Bestandteil. Das Robert Koch-Institut (RKI) überwacht kontinuierlich die gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze und veröffentlicht sogar wöchentliche Berichte zur hitzebedingten Mortalität, sobald die Temperaturen über 20 Grad steigen.

Die Sommerhitze ist also nicht nur eine Herausforderung für unseren Alltag, sondern auch für unsere Gesundheit. Ob wir nun auf unsere Medikamente achten oder uns an die heißen Temperaturen gewöhnen – wichtig ist, dass wir uns bewusst machen, was die Hitze mit uns anstellt. Und vielleicht ein bisschen mehr darauf achten, wo wir unsere Medikamente lagern.

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