Heute ist der 17.05.2026 und in Ulm brodelt die Vorfreude auf das bevorstehende Viertelfinalspiel der BBL-Playoffs. Die Bamberg Baskets, die in der aktuellen Saison bereits den Pokal gewonnen haben, stehen auf einem hervorragenden dritten Platz in der Liga. Das ist schon eine Leistung für sich, denn der Verein operiert mit dem niedrigsten Etat aller 18 Clubs. Da fragt man sich doch: Wie machen die das?
Trainer Anton Gavel, der ehemalige Profi und jetzt das Herzstück des Teams, hat maßgeblich zum Erfolg beigetragen. Unter seiner Führung hat Bamberg in dieser Saison 38 von 39 Pflichtspielen mit derselben Startformation gespielt. Das ist nicht nur eine Frage der Taktik, sondern auch der Chemie im Team. Gavel wird als „Coach of the Year“ ausgezeichnet und es gibt Gerüchte, dass er der mögliche Nachfolger von Bayern-Trainer Svetislav Pesic sein könnte, der nach dieser Saison aufhört. Bamberg könnte also bald einen neuen „Star“ im Trainerteam haben. Wobei die Ablöse für Gavel laut Bambergs Geschäftsführer Philipp Höhne im siebenstelligen Bereich liegen müsste – mindestens eine Million Euro! Bis zum Playoff-Start hat das Team von Bayern jedoch noch kein Angebot erhalten.
Der Weg ins Viertelfinale
Am Samstag um 18:15 Uhr geht es für die Bamberger gegen Ratiopharm Ulm, Gavels ehemaligem Club. Das wird ein spannendes Duell, denn Bamberg hat in der Hauptrunde 12 von 13 Partien nach der Länderspielpause gewonnen und sogar die letzten sieben Spiele in Serie. Im Gegensatz dazu hat Ulm nur eine 4:6-Bilanz in den letzten zehn Saisonspielen. Damit könnte Bamberg im Viertelfinale einen klaren Vorteil haben.
Besonders hervorzuheben ist Ibi Watson, der mit 16,0 Punkten pro Spiel der Topscorer der Bamberger ist. Und dann haben wir noch EJ Onu, der als bester Verteidiger der aktuellen Saison gilt – eine Mischung aus Defensive und Offensive, die den Unterschied ausmachen kann. Bamberg erzielt 89,9 Punkte pro Spiel, beeindruckend mit einer Zweierquote von 57,2% und einer Dreierquote von 37,4%. Ulm hingegen hat Justin Simon, einen hervorragenden Defensivspieler, der die Bamberger Offensive vor eine Herausforderung stellen wird.
Ein Blick in die Vergangenheit und Zukunft
Die ewige Bilanz zwischen Bamberg und Ulm steht bei 74:27 zugunsten der Bamberger. In dieser Saison gab es allerdings zwei Auswärtssiege: Bamberg gewann 89:73 in Ulm, während Ulm in Bamberg siegte – ein spannendes Hin und Her. Am Samstag wird es also interessant, ob die Bamberger ihre Dominanz fortsetzen können oder ob Ulm den Spieß umdreht. Und vielleicht wird Alex Mumbrú, der Bundestrainer, einige Spieler in dieser Serie besonders genau im Auge behalten, während Thorsten Leibenath Ulm verlässt und zum FC Bayern wechselt – es bleibt also turbulent.
Das Finale könnte ein echtes Kracher-Duell zwischen Bayern und Bamberg werden. Doch Bambergs Geschäftsführer Höhne meinte, dass man in diesen entscheidenden Serien gegen Bayern und Berlin nicht als klarer Außenseiter angesehen werden sollte. Wenn das kein Aufruf ist, die eigene Stärke zu zeigen! Die Vorfreude auf das Spiel, die Spannung in der Luft und die Möglichkeit, ein weiteres Kapitel in dieser aufregenden Saison zu schreiben – das ist es, was den Basketball so faszinierend macht.