Nachtfieber: Public Viewing zur WM 2026 verspricht Fußball-Emotionen unter Sternen
Die Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wächst. Zum ersten Mal wird das Turnier in Nordamerika ausgetragen – eine große Sache! Die Spiele finden vom 11. Juni bis 19. Juli in Mexiko, Kanada und den USA statt. Das Besondere daran? Viele Spiele fallen in die Nachtstunden zwischen 22 Uhr und 6 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Für die Fans in Deutschland bedeutet das, dass sie sich auf spannende und emotionale Public-Viewing-Abende einstellen können! Emotionale Rudelgucken ist eine Tradition, die seit der Heim-WM 2006 gelebt wird und auch in diesem Jahr wird das wieder groß gefeiert.
Die Bundesregierung hat nun eine befristete Verordnung beschlossen, die Ausnahmen vom Lärmschutz für Public Viewing-Veranstaltungen erlaubt. Das ist super, denn viele Spiele werden abends übertragen – oft bis spät in die Nacht. Diese Regelung gilt vom 20. Mai bis 31. Juli 2026 und wird von den Bundesländern begrüßt, die sich mehr Flexibilität bei der Genehmigung solcher Veranstaltungen wünschen. Es wird ein großes Interesse an öffentlichen Übertragungen in Deutschland erwartet, und die Städte bereiten sich darauf vor, die Fans willkommen zu heißen.
Public Viewing im Südwesten
In der Region rund um den Bodensee, Hochrhein und im Schwarzwald wird bereits fleißig geplant. In Bad Säckingen zum Beispiel wird die Huber-Arena zum Public-Viewing-Spot – mit einem 16 Quadratmeter großen Bildschirm und Platz für bis zu 2500 Fans! Das wird eine riesige Sause! Leider fällt der Schlosspark als Event-Location wegen einer Gartenmesse im Jahr 2026 aus, aber bei schlechtem Wetter können die Zuschauer in eine Halle ausweichen. Auch in Herrischried wird es am 14. Juni ein Public Viewing geben – perfekt zum Start der Vorrunde der deutschen Nationalmannschaft.
In Überlingen wird das historische Industriegelände zur Bühne für das Public Viewing, mit einer riesigen Theke, einer Beachlounge und Foodtrucks, die für das leibliche Wohl sorgen. Das klingt nach einem perfekten Ort, um die Spiele zu verfolgen, oder? Friedrichshafen hat die Genehmigung für die Übertragungen der Vorrunde bis 22 Uhr im Außenbereich erhalten, während Konstanz sogar plant, die Spiele bis Mitternacht zu zeigen – egal, welche Nationalmannschaft spielt. Die Vorfreude ist überall spürbar!
Genehmigungen und Besonderheiten
Die Stadt Singen hingegen sieht sich etwas zurückhaltend. Hier ist ein öffentliches Public Viewing nur mit Sondergenehmigung möglich und die Stadt selbst bietet kein Public Viewing an. Interessant zu wissen: In Villingen-Schwenningen wird die Sperrfrist für Gaststätten auf Antrag bis nach Mitternacht verlängert. Für Donaueschingen muss jedes Public Viewing im Freien beantragt und genehmigt werden. Ein ganz anderes Bild zeigt sich in Bräunlingen, wo Gaststätten während der WM bis Mitternacht Spiele im Freien übertragen dürfen.
In Radolfzell wird am Hausherrensonntag, dem 19. Juli, am Konzertsegel ein Public Viewing stattfinden, während in Pfullendorf keine Live-Übertragungen auf dem Marktplatz geplant sind. Ein paar Gastronomen bieten allerdings Fußballübertragungen an. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Planung in den kommenden Wochen entwickeln wird.
Rechtliche Rahmenbedingungen
Das Bundes-Immissionsschutzgesetz regelt den nächtlichen Lärmschutz in Deutschland. Grundsätzlich greift der Lärmschutz um 22 Uhr, daher sind Ausnahmen notwendig, damit die Veranstaltungen bis spät in die Nacht stattfinden können. Dies bringt die zuständigen Behörden in die Zwickmühle: Sie müssen im Einzelfall abwägen zwischen öffentlichem Interesse und der Nachtruhe. Die Regelung gilt für öffentliche Übertragungen im Freien, wie auf Marktplätzen oder Festplätzen. Das erfordert, dass jede Veranstaltung einzeln geprüft wird.
Die Maßnahmen sind nicht ganz neu. Ähnliche Ausnahmen gab es bereits bei früheren Welt- und Europameisterschaften seit 2006. Für die WM 2026 gibt es bislang keinen vergleichbaren Landeserlass, aber die Kommunen können bereits nach geltender Rechtslage Ausnahmen zulassen. Viele Städte, wie Hamburg und München, zeigen sich jedoch zurückhaltend bei der Planung von Public Viewings, während andere, wie Mainz, eine große Public-Viewing-Arena schaffen wollen. Es bleibt also spannend, wie sich das Ganze entwickeln wird.
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