Am 21. Juni, einem Tag, der ganz im Zeichen der Sonnenwende stand, feierte die Hondinger Landjugend ein Fest, das die Herzen der Anwesenden höher schlagen ließ. Teilnehmer aus 14 verschiedenen Ortsgruppen strömten zusammen, um den längsten Tag des Jahres gebührend zu feiern. Trotz der drückenden Hitze war die Stimmung bestens, als die Veranstaltung am Nachmittag mit Kaffee und Kuchen begann. Die süßen Leckereien sorgten für eine willkommene Abkühlung und eine angenehme Atmosphäre.

Ein besonderes Highlight war die Kindertrachtengruppe Hondingen, die mit leidenschaftlichen Tänzen die Bühne eroberte. 22 kleine Tänzerinnen und Tänzer wirbelten über die Wiese und brachten die Gäste zum Staunen. Musikalisch begleitet wurden sie vom Musikverein Hondingen, der mit seinen Klängen die Feierlichkeit untermalte. Das fröhliche Treiben zog viele Familien an, die nicht nur dem Tanz zuschauten, sondern auch Bastelmöglichkeiten für die Kleinen nutzten. Ein echtes Fest für die ganze Familie!

Ein Abend voller Tradition und Gemeinschaft

Als der Abend sich näherte und die ersten Gewitterwolken am Himmel aufzogen – die aber zum Glück schnell vorbeizogen – trafen ab 18 Uhr die ersten Landjugendgruppen ein. Der Vereinsvorsitzende Sebastian Fetscher begrüßte die Anwesenden mit einem Lächeln und war sichtlich erfreut über die hohe Besucherzahl. Manuel Obergfell, ein Mitglied der Landjugend, trug ein Gedicht vor, das die Bedeutung der Tradition und Gemeinschaft in den Vordergrund stellte. Dann war es endlich soweit: Die Landjugendlichen entzündeten den Holzstapel mit Fackeln. Ein feuriger Auftakt für die Feier, und mit bunten Lichterketten und einem malerischen Sonnenuntergang als Kulisse wurde der Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Die Hondinger Landjugend, die im Jahr 1972 gegründet wurde und mittlerweile etwa 30 aktive Mitglieder zählt, hat sich der Pflege von Brauchtum und Tradition verschrieben. Trachten und Volkstänze sind nicht nur Teil ihrer Identität, sondern auch Ausdruck ihrer Verbundenheit mit der Heimat. Bei Festen wie der Kreissonnenwendfeier und dem Kreiserntedankfest zeigen sie, wie lebendig Traditionen sein können.

Zukunftspläne und Herausforderungen

Um den Erhalt ihrer Trachten und die Vorbereitung für kommende Feste zu sichern, plant die Landjugend die Anschaffung neuer Trachten für Frauen und Männer. Eine rote Herrenweste und die dazugehörige grüne Jacke kosten zum Beispiel stolze 2400 Euro. Es gibt nur noch wenige Hersteller, die diese aufwendig produzierten Trachten herstellen können. Ein weiteres Projekt ist der Bau eines Erntedank-Wagens für das Kreiserntedankfest in Mönchweiler – auch hier ist viel Einsatz gefragt, denn die Kosten sind nicht zu vernachlässigen.

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Zusätzlich möchte die 2022 gegründete Theatergruppe weiterentwickelt werden. Die jährlich zu Ostern aufgeführten Stücke sind ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in der Ortsgemeinschaft. Doch auch hier stehen die Landjugendlichen vor der Herausforderung, finanzielle Mittel für Auflagen und einen neuen Teppichboden zu finden. Um diese Projekte zu realisieren, bewirbt sich die Landjugend um den Crescere Futurumspreis, der im Rahmen des SÜDKURIER Zukunftspreises vergeben wird. Von 7. September bis 9. Oktober 2026 haben Leser die Möglichkeit, online für ihr Lieblingsprojekt abzustimmen.

Ein Blick über den Tellerrand

Wenn wir über die Hondinger Landjugend sprechen, ist es wichtig, auch die breitere Perspektive der Landjugendbewegung in Deutschland zu betrachten. Veranstaltungen wie das Seminar im Spreewald, bei dem die Teilnehmer die Natur- und Kulturlandschaft aus einer neuen Perspektive entdecken, betonen die Bedeutung von Zusammenarbeit und gegenseitiger Unterstützung. Es geht darum, Verantwortung innerhalb der Gemeinschaft zu übernehmen und die eigene Rolle zu reflektieren. Ein Gedanke, der auch bei der Hondinger Landjugend stark verankert ist.

Die Feierlichkeiten zur Sonnenwende in Hondingen sind nicht nur ein schöner Brauch, sondern auch ein Beispiel dafür, wie eine Gemeinschaft zusammenkommt, um Traditionen zu leben und zu bewahren. Und so bleibt nur zu hoffen, dass diese wertvollen Bräuche auch in Zukunft weitergeführt werden, damit Generationen von jungen Menschen die Freude an der eigenen Heimat entdecken können.

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