Am 3. Mai 2026 ist es soweit: Die Weinheimer Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, ihren neuen Oberbürgermeister zu wählen. Die offizielle Kandidatenvorstellung fand kürzlich in der vollbesetzten Stadthalle statt, wo rund 650 Plätze belegt waren. Unter der Moderation von Gerhard Mandel, einem ehemaligen Radio-Journalisten, präsentierten sich die Bewerber, die um das Vertrauen der rund 34.500 wahlberechtigten Weinheimer ab 16 Jahren kämpfen.
Die Veranstaltung dauerte etwa drei Stunden und wurde von dem scheidenden Oberbürgermeister Manuel Just (parteilos) beobachtet, der nicht mehr zur Wahl antreten wird. Der neue Landrat des Rhein-Neckar-Kreises wird er jedoch sein. Die Themen, die die Kandidaten ansprachen, reichten von Gebäude-Leerstand über bezahlbaren Wohnraum bis hin zur Belebung der Innenstadt und der Digitalisierung der Verwaltung. Auch die Stärkung der Stadtteile, Vereine und des Ehrenamts fanden ihren Platz in den Diskussionen.
Die Kandidaten im Überblick
Unter den acht Kandidaten stechen zwei amtierende Bürgermeister hervor: Michael Möslang (CDU) aus Linkenheim-Hochstetten, der seine Erfahrung in der Stadtverwaltung betont, und Wolfram Bernhardt (Grüne) aus Adelsheim, der sich für Mehrgenerationenhäuser und die Vernetzung mit Jugendlichen stark macht. Alexandra Kriegel (SPD), die den Mannheimer Stadtraumservice leitet, plant die Schaffung von 800 neuen Wohnungen in den nächsten acht Jahren.
Carsten Labudda von Die Linke, ein langjähriger Stadtrat, thematisiert die soziale Verantwortung und fordert die Einführung der Grundsteuer C zur Bekämpfung von Bauplatz-Leerständen. Matthias Hördt von der Wählervereinigung Mehr Demokratie sowie die parteilosen Heiko Stilgenbauer und Marcel Fieger legen Wert auf lokale Verbundenheit. Während Stilgenbauer Bürgerbeteiligung und eine schnelle Umsetzung von Maßnahmen fordert, setzt sich Fieger für die Integration von Geflüchteten und Klimaschutz ein. Für den nötigen Humor sorgte Awais Buttar, der als Dauerkandidat auftrat und mit humorvollen Ideen für Lacher sorgte.
Wichtige Informationen zur Wahl
Die Wahl findet am 3. Mai 2026 statt, und sollten keine der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen, wird am 17. Mai eine Stichwahl erforderlich sein. Um sicherzustellen, dass alle Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben können, können Wahlscheine auf verschiedenen Wegen beantragt werden – persönlich, schriftlich oder elektronisch über das Internet oder einen QR-Code. Das Erfassungsformular für die Antragsdaten wird bereitgestellt, und die Unterlagen können entweder an die Wohnadresse oder an eine abweichende Adresse gesendet werden.
Die Frist zur Antragstellung endet am 30. April 2026 um 18:00 Uhr. Für den Fall, dass der ursprüngliche Wahlschein nicht erhalten wurde, kann ein neuer Wahlschein am 2. Mai 2026 von 10:00 bis 12:00 Uhr beantragt werden. Kurzfristig erkrankte Personen haben die Möglichkeit, am Wahlsonntag von 8 bis 15 Uhr Briefwahlunterlagen zu beantragen, wobei diese nur mit Vollmacht an andere Personen ausgehändigt werden dürfen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Oberbürgermeisterwahl ist nicht nur ein Ereignis der Gegenwart, sondern auch ein wichtiger Schritt in die Zukunft Weinheims. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, und die Bürger sind aufgerufen, sich aktiv an dem demokratischen Prozess zu beteiligen. Der Wahlamt im Rathaus/Schloss, Obertorstraße 9, ist für Rückfragen erreichbar und bietet Unterstützung bei der Beantragung von Wahlscheinen. Die Telefonnummern 82-358 oder 82-561 stehen zur Verfügung.
Insgesamt verspricht die Wahl am 3. Mai 2026 spannend zu werden – ein weiterer Schritt in die Zukunft für Weinheim, bei dem die Stimmen der Bürger zählen.