Heute ist der 29. April 2026 und die Vorfreude auf einen neuen Abschnitt in der politischen Landschaft des Rhein-Neckar-Kreises ist greifbar. Am 28. April 2026 wurde in Heddesheim die Ernennungsurkunde an Manuel Just überreicht, der ab dem 1. Mai 2026 das Amt des Landrats übernimmt. Die Übergabe fand im Rahmen einer festlichen Kreistagssitzung statt, in deren Verlauf Frank Werner, der 1. stellvertretende Vorsitzende des Kreistags, die bevorstehende Amtsübernahme würdigte.
Die Herausforderungen, die Manuel Just als neuer Landrat erwarten, sind vielfältig. Themen wie Haushaltskonsolidierung, Digitalisierung, Klimaschutz und Gesundheitsversorgung stehen ganz oben auf der Agenda. Werner betonte die Notwendigkeit einer konstruktiven Zusammenarbeit im Kreistag, um tragfähige Lösungen zu entwickeln. In seiner Rede verglich er die Rolle des Landrats mit einem Dirigenten, der unterschiedliche Stimmen zu einem harmonischen Takt zusammenführt. Ein Bild, das die Zusammenarbeit in der Politik treffend beschreibt.
Wahl und Herausforderungen
Die Wahl zum neuen Landrat fand am 3. Februar 2026 im Kulturzentrum „Palatin“ in Wiesloch statt. Manuel Just wurde mit 72 Stimmen zum neuen Landrat gewählt, während sein Mitbewerber Ralf Frühwirt 20 Stimmen erhielt. Von den 102 wahlberechtigten Kreisräten waren 96 anwesend, was die hohe Beteiligung an dieser wichtigen Wahl unterstreicht. Stefan Dallinger, der amtierende Landrat, tritt zum 30. April 2026 in den Ruhestand und hatte nicht erneut kandidiert.
In seiner Bewerbungsrede stellte Just die drängenden Herausforderungen der Haushaltskonsolidierung und Digitalisierung in den Mittelpunkt, während er auch den Klimaschutz, insbesondere in der Mobilität, als wichtiges Thema hervorhob. Just dankte den Kreisräten für ihr Vertrauen und bot eine partnerschaftliche Zusammenarbeit an, um die Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. Ralf Frühwirt seinerseits plädierte für mehr Bürgerbeteiligung und den Ausbau erneuerbarer Energien zur Stärkung der Wirtschaftskraft, was einen anderen Ansatz als den von Just darstellt.
Ein neuer Weg in die Zukunft
Manuel Just bezeichnete die Ernennung als einen besonderen Moment und bedankte sich bei seinem Vorgänger Stefan Dallinger für dessen Arbeit. Er freut sich darauf, den Landkreis in die Zukunft zu führen, wobei die Bürgerinnen und Bürger Entwicklungen in Bereichen wie Infrastruktur, Digitalisierung und Versorgung aktiv verfolgen können. Dies zeigt, wie wichtig es ist, die Bevölkerung in den politischen Prozess einzubeziehen und deren Anliegen ernst zu nehmen.
Die Kommunalwahl, bei der die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger ihre Vertreter wählen, hat nicht nur eine lokale, sondern auch eine bedeutende überregionale Dimension. Die Wählbarkeit und das aktive Wahlrecht sind klar definiert und bieten jedem, der das 16. Lebensjahr vollendet hat und seit mindestens drei Monaten seinen Hauptwohnsitz in der jeweiligen Gemeinde hat, die Möglichkeit, an der Gestaltung der politischen Landschaft teilzuhaben.
Der Rhein-Neckar-Kreis steht an einem Wendepunkt, und mit der Wahl von Manuel Just als Landrat beginnt ein neues Kapitel. Mit klaren Zielen und einem frischen Ansatz wird er die Herausforderungen annehmen, die vor ihm liegen. Die Bürger können gespannt sein, wie sich die Dinge entwickeln und welche Impulse Just setzen wird, um den Landkreis zukunftsfähig zu gestalten.