Im Rhein-Neckar-Kreis tut sich einiges: Der Auswahlausschuss von LEADER Regionalentwicklung Neckartal-Odenwald aktiv e.V. hat in seiner neuesten Sitzung gleich 16 spannende Projekte für das Regionalbudget beschlossen. Diese Vorhaben zielen darauf ab, die Region nachhaltig zu stärken und weiterzuentwickeln. Die Vielfalt der geförderten Projekte unterstreicht das Engagement der Bürgerinnen und Bürger sowie der regionalen Vereine, die sich für ihre Heimat einsetzen.
Einige der herausragenden Projekte beinhalten die Modernisierung der Technik zur Sicherung der Wasserqualität im Freibad Neckarbischofsheim, die Einrichtung einer neuen Bücherei in Neidenstein und den Anbau am Gemeindehaus in Auerbach. Zudem wird ein Erlebnisgarten in Neckarbischofsheim realisiert, der den Bewohnern und Besuchern der Region ein neues Freizeitangebot bietet. Ein weiterer Höhepunkt ist der historische Rundgang in Neckargerach, der interessante Einblicke in die Geschichte der Gegend verspricht.
Vielfältige Unterstützung für innovative Ideen
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Anschaffung moderner Drohnentechnik für den Katastrophenschutz des DRK Steinachtal in Schönau, die in Krisensituationen schnelle Hilfe ermöglichen soll. Auch mobile Lösungen wie Festzeltgarnituren und ein Festzelt in Reichartshausen und Heiligkreuzsteinach werden gefördert, um die Veranstaltungsinfrastruktur in der Region zu verbessern. Die Wiederbelebung der Tradition der Tanzlinde in Unterschefflenz zeigt, wie wichtig kulturelle Identität und gemeinschaftliche Feste für den Zusammenhalt sind.
Darüber hinaus entstehen neue Schattenplätze und eine Regional-Genuss-Werkstatt in Neckarbischofsheim, die zum Verweilen einladen. Ein öffentlicher Bücherschrank in Reichenbuch und die Gestaltung einer Ferien- und Freizeitfläche am Tennisplatz in Rittersbach sind ebenso Teil der Initiative. Ein „Waldsofa“ in Mosbach-Lohrbach und die Ausstattung einer Kindertagespflege in Mosbach runden das Angebot ab. Nicht zu vergessen ist die Neuanlage eines Spielplatzes beim TSV Strümpfelbrunn, der den Kindern in der Region mehr Möglichkeiten zum Spielen und Entdecken bietet.
Gemeinsame Verantwortung und regionale Entwicklung
Der Prozess zur Genehmigung dieser Projekte folgt klaren Richtlinien. Der ILE-Zusammenschluss bestimmt vor der Antragstellung eine verantwortliche Stelle, die über eigene Rechtspersönlichkeit verfügt, beispielsweise eine Gemeinde oder Verwaltungsgemeinschaft. Ein Entscheidungsgremium legt die Auswahlkriterien für die Kleinprojekte fest, wobei es wichtig ist, dass Mitglieder des Gremiums bei eigenen Projektanträgen ausgeschlossen sind, um Interessenskonflikte zu vermeiden.
Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland zu fördern, damit die Menschen dort gut leben können, wo sie sich niederlassen möchten. Das Programm „Region gestalten“, unterstützt vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), konzentriert sich auf die Entwicklung innovativer Konzepte für ländliche Räume und fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Durch die Umsetzung von über 100 Maßnahmen wird nicht nur die Wirtschaftskraft, sondern auch die Lebensqualität in ländlichen, strukturschwachen Regionen gesichert und erhöht.
Die Ergebnisse der geförderten Projekte werden gezielt aufbereitet und der Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung und regionale Wertschöpfung, das die Zusammenarbeit von Akteuren der Regionalentwicklung stärken und die regionale Handlungsebene fördern soll. Der Fokus liegt dabei auf Themen wie demografischer Wandel, wirtschaftliche Transformation und Klimawandel.
Die Geschäftsführerin Sabine Keller und Petra Bauer stehen allen Interessierten für Fragen und Unterstützung zur Verfügung. Es bleibt spannend, wie sich die Region mit diesen Projekten weiter entwickeln wird!