Heute ist der 17.06.2026, und in Ravensburg gibt es Neuigkeiten, die nicht nur die Spielwarenbranche, sondern auch die Herzen vieler Menschen berühren könnten. Ravensburger, bekannt für seine spannenden Gesellschaftsspiele und Puzzles, hat die Mehrheit an der Margarete Steiff GmbH übernommen – ja, genau, dem Hersteller der berühmten Teddybären. Mit 60% der Anteile wird Ravensburger nun ein entscheidender Akteur im steiff’schen Universum, während die Erben von Margarete Steiff, einer der bedeutendsten Unternehmerinnen des 19. Jahrhunderts, ihre Anteile weiterhin halten. Der Kaufpreis bleibt ein Geheimnis, aber die Aufregung ist nicht zu übersehen.

Die Transaktion steht zwar noch unter kartellrechtlichem Vorbehalt, doch beide Unternehmen blicken optimistisch in die Zukunft. Steiff wird weiterhin eigenständig bleiben und am ursprünglichen Standort in Giengen an der Brenz geführt. Das Management bleibt unverändert – ein wichtiger Punkt, denn die Marke Steiff, die 1880 gegründet wurde und für ihren ersten beweglichen Teddybären aus dem Jahr 1902 bekannt ist, hat eine lange und stolze Geschichte.

Eine Partnerschaft mit Potenzial

Ravensburger bringt internationale Expertise als strategischer Investor mit und plant, Synergien zwischen den beiden Produktpaletten zu prüfen. Das soll nicht nur die Markterschließung vorantreiben, sondern auch Innovationen fördern – eine spannende Aussicht für alle, die die beiden Marken schätzen. Frederik Reimann, Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft, hat betont, wie wichtig die Verantwortung für die Werte der Marke Steiff ist. Immerhin ist die Premium-Positionierung von Steiff in der Spielwarenwelt nicht zu unterschätzen, und die Herausforderungen bei der Verarbeitung nachhaltiger Materialien sind ebenfalls Teil der Gleichung.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Steiff hat im Jahr 2023 einen Umsatz von 93 Millionen Euro erzielt, allerdings mit einem Rückgang von fast 17% seit 2019. In der europäischen Spielwarenbranche ist die Konkurrenz aus Asien härter geworden, und neue Spielgewohnheiten setzen den etablierten Marken zu. Ravensburger dagegen erlebte im Jahr 2024 einen Rekordumsatz von 790 Millionen Euro, auch wenn 2025 ein Rückgang auf 744 Millionen Euro folgte. Hier wird deutlich, dass auch die großen Player nicht gefeit sind vor den Herausforderungen des Marktes.

Ein Blick in die Zukunft

Die Übernahme von Steiff ist nicht die erste für Ravensburger – in den letzten Jahren hat das Unternehmen mehrfach zugeschlagen. Unter anderem wurde 2015 der schwedische Holzeisenbahn-Anbieter Brio übernommen. Und während die Steiff Beteiligungsgesellschaft mbH weiterhin mit Herausforderungen kämpft, bleibt die Hoffnung auf eine Wiederbelebung durch die Zusammenarbeit mit Ravensburger. In Asien, besonders in China, sieht Ravensburger großes Wachstumspotenzial für Steiff.

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Insgesamt steht die Spielwarenbranche vor einem Wandel, und die Partnerschaft zwischen Ravensburger und Steiff könnte der Schlüssel sein, um mit den Herausforderungen der Zeit Schritt zu halten. Steiff, mit rund 800 Mitarbeitern, darunter 200 in Giengen und in weiteren Ländern wie Tunesien, den USA und China, hat das Potenzial, sich in einem globalisierten Markt zu behaupten. Doch ob der Weg der Expansion und Innovation erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Die kleinen und großen Teddybären haben jetzt einen Partner an ihrer Seite, der die Marke Steiff in die nächste Ära begleiten möchte.

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