Ravensburg, ein ruhiger Ort an einem Samstagnachmittag – doch nicht jeder hält es für nötig, den Frieden zu wahren. Ein 30-Jähriger sorgte für Aufregung, als er in der Stadt Anhaltesignale der Polizei einfach ignorierte. Statt anzuhalten, raste er auf einen Polizeibeamten zu, der sich mutig auf der Fahrbahn positioniert hatte. Glücklicherweise konnte der Beamte rechtzeitig ausweichen und blieb unverletzt. Was für ein Glück im Unglück!

Die Polizei war bereits informiert worden, nachdem aufmerksame Zeugen beobachtet hatten, wie der Mann eine verdächtige Substanz konsumierte. Kaum waren die ersten Berichte eingegangen, brach der Verdächtige mit einem Auto auf und ließ die Ordnungshüter hinter sich. Doch die Streife des Polizeireviers Ravensburg ließ sich nicht so leicht abschütteln. Sie entdeckten den Wagen schnell und wollten ihn kontrollieren. Bei der Kontrolle wurden deutliche Anzeichen für einen Einfluss von Betäubungsmitteln festgestellt. Ein Drogenvortest lieferte schließlich ein eindeutiges Ergebnis: positiv auf Kokain.

Nachspiel und Folgen

Der Mann musste sich in einem Krankenhaus einer Blutprobe unterziehen. Das war nicht nur unangenehm, sondern hatte auch weitreichende Folgen. Der Führerschein des 30-Jährigen wurde sofort beschlagnahmt, und gegen ihn wurden straf- sowie führerscheinrechtliche Maßnahmen eingeleitet. Bald wird er sich auch vor der Staatsanwaltschaft verantworten müssen. Ein weiterer Fall, der zeigt, wie schnell man in Schwierigkeiten geraten kann, wenn man nicht nachdenkt.

Und das ist noch nicht alles. Die rechtlichen Konsequenzen für solche Delikte sind nicht zu unterschätzen. Wer unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen ein Fahrzeug führt, riskiert nicht nur eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe. Laut den Vorschriften kann die Fahrerlaubnis für bis zu fünf Jahre entzogen werden. Im schlimmsten Fall droht sogar ein Fahrverbot von bis zu drei Monaten. Das kann für viele eine echte Katastrophe sein, denn die Kosten für alles Mögliche – von der medizinisch-psychologischen Untersuchung über das Drogenscreening bis hin zu einem Anwalt – summieren sich schnell auf über 2.000 Euro.

Das Ganze wird noch komplizierter, wenn man bedenkt, dass diese Vorschriften nicht nur für Autofahrer gelten. Auch Radfahrer und Pedelec-Fahrer müssen sich an die gleichen Regeln halten. Einmal zu viel gefeiert und dann auf das Rad geschwungen – das kann schnell ins Auge gehen.

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