Am 16. Mai wird es im CongressCentrum Pforzheim spannend, denn Deniz Sür aus Pforzheim tritt in den Ring, um seinen dritten WM-Titel im Kickboxen zu gewinnen. Der 46-jährige Kämpfer hat sechs lange Jahre auf diesen entscheidenden Kampf gewartet, und die Vorfreude ist spürbar. Ursprünglich war der Kampf für einen früheren Termin geplant, doch die Corona-Pandemie hat alles durcheinandergebracht. Fast drei Jahre lang konnten keine Kämpfe stattfinden, was für Sür und viele andere Kämpfer eine enorme Herausforderung darstellte.
Die Pandemie brachte nicht nur gesundheitliche Risiken mit sich, sondern auch organisatorische Hürden. Nach den Lockdowns gestaltete sich die Hallensuche als schwierig, und Terminabsprachen waren oft problematisch. Dennoch war es Sür ein großes Anliegen, dass sein letzter Kampf in Pforzheim stattfindet. In einem emotionalen Moment äußerte er Dankbarkeit gegenüber dem Verband und seinen Sponsoren, die ihn auf diesem langen Weg unterstützt haben.
Ein Blick auf die Kickbox-Szene
Die Kickbox-Szene hat in den letzten Jahren viel durchgemacht, und das Beispiel von Deniz Sür ist nicht das einzige. Am 7. Februar fand die fünfte Auflage der Styrian Fight Night in der Hannes Bammer Sport-Halle in Bruck an der Mur statt, bei der rund 1500 Zuschauer anwesend waren. Karl Proderutti, ein Lokalmatador und Veranstalter, verteidigte erfolgreich seinen WM-Titel im K-1 Leichtmittelgewicht gegen den kolumbianischen Kämpfer Daniel Torres und erhielt Standing Ovations für seine Leistung. Nach seinem Sieg machte er seiner Freundin Kerstin im Ring einen Heiratsantrag – ein romantisches Highlight inmitten des Wettkampfs.
Die Styrian Fight Night zeigt, dass der Kickbox-Sport trotz der Herausforderungen der letzten Jahre lebendig bleibt. Proderutti plant bereits, die Veranstaltung auch 2027 wieder zu organisieren und hat sich für einen weiteren Kampf am 2. Mai bei der Xtreme Combat Championship in Wien qualifiziert. Diese Aktivitäten bringen frischen Wind in die Szene und zeigen, dass die Kämpfer trotz aller Widrigkeiten nicht aufgeben.
Die Auswirkungen der Pandemie auf den Sport
Die Corona-Pandemie hat nicht nur den Kickbox-Sport, sondern den gesamten Profisport weltweit massiv beeinflusst. Seit dem Frühjahr 2020 fielen zahlreiche Sport-Events aus, und Zuschauer wurden von Stadien ausgeschlossen. Geisterspiele bestimmten das Bild, und bedeutende Events wie die Fußball-EM und die Olympischen Sommerspiele von Tokio mussten verschoben werden. Die wirtschaftlichen Schäden waren anfangs kaum fassbar, und der Rückgang der Sportevents führte zu einem spürbaren Rückgang der Einnahmen in der Sportindustrie.
Doch trotz dieser Herausforderungen ist es bemerkenswert, wie sich Athleten wie Deniz Sür und Karl Proderutti nicht entmutigen lassen. Sie zeigen, dass Leidenschaft und Durchhaltevermögen im Sport unverzichtbar sind. Und so bleibt die Vorfreude auf den kommenden Kampf in Pforzheim, der für Sür nicht nur ein sportliches, sondern auch ein emotionales Finale darstellt.