Heute ist der 19.05.2026 und die Atmosphäre in Kehl ist immer noch von der Podiumsdiskussion „Studium trifft Praxis: Mit kommunaler Europaarbeit zu europäischer Stärke“ geprägt, die gestern an der Hochschule stattfand. Eine wirklich spannende Veranstaltung, die sich an Studierende, Fachpublikum und interessierte Bürger richtete. Die Bedeutung der kommunalen Europaarbeit für die europäische Politik stand im Mittelpunkt der Gespräche. Landkreise, so wurde betont, spielen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung europäischer Vorgaben und EU-Förderprogramme. Das hat mich ehrlich gesagt zum Nachdenken gebracht – wie viel Einfluss haben diese lokalen Strukturen wirklich?

Der Rektor der Hochschule Kehl, Prof. Dr. Beck, lieferte in seiner Keynote eine kraftvolle Eröffnungsrede und unterstrich die Relevanz der kommunalen Europaarbeit. Diese Arbeit ist nicht nur bürokratische Pflicht, sondern eine echte Chance, um Rückmeldungen aus der Praxis in europäische Entscheidungsprozesse einzubringen. Das war ein klarer Aufruf an alle Anwesenden, sich aktiv einzubringen.

Ein Blick auf die Diskussion

Auf dem Podium saßen Größen wie Norbert Lins, Mitglied des Europäischen Parlaments, Thorsten Erny, Landrat des Ortenaukreises, und Andrea Hahn, die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Europabeauftragten der Landkreise in Baden-Württemberg. Die Themen waren vielfältig: EU-Kohäsionspolitik, die Erwartungen der baden-württembergischen Landkreise an die EU und die Handlungsmöglichkeiten der kommunalen Ebene. Es war spannend zu sehen, wie die Perspektiven der verschiedenen Akteure zusammenkamen.

Landrat Erny hob die Bedeutung der EU für Grenzregionen hervor und da kann ich nur zustimmen – die Herausforderungen, die uns hier betreffen, sind oft ganz spezifisch und brauchen maßgeschneiderte Lösungen. Norbert Lins machte deutlich, dass starke Regionen für das Wohl der EU unerlässlich sind und dass Fördermittel vor Ort eine Wirkung entfalten können, die nicht zu unterschätzen ist. Andrea Hahn erklärte, wie EU-Programme die Wettbewerbsfähigkeit unserer Landkreise stärken können. Das Publikum war total begeistert und die Fragerunde am Ende zeugte von der hohen Beteiligung und dem Interesse der Anwesenden.

Einblicke in die Zukunft

Diese Veranstaltung war nicht nur ein Teil der Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft der Europabeauftragten der Landkreise in Baden-Württemberg; sie bot auch spannende Einblicke in die Europakonzeption des Landkreises Böblingen sowie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit des Ortenaukreises. Am heutigen Tag steht bereits der Besuch des Europäischen Kompetenzzentrums für grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Kehl auf dem Programm. Ich bin schon gespannt, was uns dort erwartet.

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Der Austausch war lebendig, inspirierend und hat gezeigt, dass wir in einer Zeit leben, in der die europäische Zusammenarbeit unerlässlich ist. Es war erfrischend zu sehen, wie viele junge Menschen sich für diese Themen interessieren. Vielleicht sind sie die künftigen Gestalter der europäischen Politik, die uns nach vorne bringen. Wer weiß, vielleicht sitzen wir in ein paar Jahren wieder hier und sprechen über die Fortschritte, die wir gemeinsam gemacht haben.