In Lörrach, wo die Sonne gerade den Himmel küsst, wurde eine Ausstellung eröffnet, die zum Nachdenken anregt. Unter dem Titel „Wenn sauberes Wasser zum Luxus wird“ zeigt sie eindrücklich, wie der Klimawandel den Zugang zu Trinkwasser gefährdet. Mit 20 Tafeln, die eindrucksvolle Fotografien zeigen, wird deutlich, wie Dürre und Überschwemmungen das Leben von Kindern weltweit beeinflussen. Man könnte fast sagen, die Bilder sprechen für sich – sie erzählen von langen Wegstrecken zum Wasserholen und der ständigen Bedrohung durch Wasserknappheit. Ein besorgniserregendes Thema, das viele von uns oft aus den Augen verlieren.

Die Vernissage wurde von dem 14-jährigen Nathan Langen mit einem berührenden Geigenstück eröffnet. Inmitten dieser emotionalen Atmosphäre betonte Oberbürgermeister Jörg Lutz die essentielle Notwendigkeit von Trinkwasser und appellierte eindringlich an den Klimaschutz. Christine Langen, die Vorsitzende von Unicef Lörrach, sprach über die erschreckende Realität, dass 920 Millionen Kinder weltweit von Wasserknappheit betroffen sind. Es ist kaum zu fassen, aber täglich sterben 1200 Kinder unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen, verursacht durch verschmutztes Trinkwasser und mangelhafte Hygiene. Man fragt sich, wie lange wir noch wegschauen können, wenn es um die Rechte und das Wohl unserer Kinder geht.

Die betroffenen Kinder und ihre Herausforderungen

Es ist eine erschütternde Statistik: Fast die Hälfte aller Kinder weltweit ist extrem stark durch die Auswirkungen des Klimawandels gefährdet. Sie haben oft nicht genug sauberes Wasser, gehen hungrig ins Bett und sind in ihren Möglichkeiten, zu lernen und sich zu entwickeln, stark eingeschränkt. Kinder sind anfälliger für extreme Wetterereignisse, giftige Chemikalien und Krankheiten, und das gilt besonders für die 739 Millionen Kinder, die in Gebieten mit hoher oder sehr hoher Wasserknappheit leben. In Regionen wie dem Nahen Osten, Nordafrika und Südasien ist die Situation besonders prekär. Man muss einfach darüber nachdenken, was das für die Zukunft dieser Kinder bedeutet.

Die Ausstellung im Rathausfoyer Lörrach, Luisenstraße 16, ist bis Freitag, den 12. Juni, für Schulklassen und interessierte Bürger geöffnet. Sie soll dazu anregen, nicht nur die Tafeln zu besichtigen, sondern auch über Klimaschutz und die Trinkwasserversorgung nachzudenken. Unicef setzt sich bereits aktiv ein, indem sie solarbetriebene Brunnen und Bildungsprojekte unterstützen – ein kleiner Schritt, aber jeder Schritt zählt. Die Verantwortung, die Kinder in den Mittelpunkt globaler Klimaschutzmaßnahmen zu stellen, wird immer dringlicher. Denn wenn wir jetzt nicht handeln, könnte es in Zukunft noch schlimmer werden. Bis 2050 könnten zusätzlich 35 Millionen Kinder von Wasserstress betroffen sein.

Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass nur 2,4% der Klimafinanzierung in kinderbezogene Projekte fließen. UNICEF fordert, dass Kinder in den Klimadiskussionen, wie dem bevorstehenden COP28-Klimagipfel, stärker berücksichtigt werden. Vorschläge, die auf den Tisch kommen, beinhalten unter anderem die Einbeziehung von Kindern in den COP28-Mantelbeschluss und die Sicherstellung kindgerechter Finanzierungsvereinbarungen. Es ist an der Zeit, dass wir nicht nur über Wasser reden, sondern auch über die Menschen, die darauf angewiesen sind. Und das sind vor allem die Kinder.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren