Heute ist der 8. Juni 2026 und in Freiburg steht etwas ganz Besonderes an. Ein Prozess, der die Gemüter erhitzen könnte, beginnt heute am Landgericht. Zwei Männer, 51 und 54 Jahre alt, müssen sich wegen mutmaßlicher Geldautomatensprengungen und eines damit verbundenen Fahrzeugdiebstahls verantworten. Es sind nicht nur die Taten selbst, die für Aufregung sorgen, sondern auch die Dimensionen, die dabei aufgedeckt wurden.

Die Angeklagten sollen in den letzten Monaten des Jahres 2024 ein regelrechtes Sprengstoffspektakel im Breisgau veranstaltet haben. Die Tatorte waren Glottertal, Eschbach und Ettenheim – ein Trio, das in die Annalen des Verbrechens eingehen könnte. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern vor, gemeinsam Geldautomaten angegriffen zu haben, um an das Bargeld zu gelangen. Bei einer ersten Sprengung in Glottertal kam es sogar zu einem Brand, bei dem Geldscheine im Wert von über 70.000 Euro einfach in Rauch aufgingen. Der Gesamtschaden durch ihre Taten wird auf über 100.000 Euro geschätzt. Ein ganz schöner Batzen!

Die Taten und ihre Folgen

Ein weiterer Versuch, einen Geldautomaten in einer Bankfiliale in Eschbach zu sprengen, scheiterte aufgrund einer Nebelanlage – ein Glücksfall für die Bank, aber die Männer waren damit noch nicht fertig. In Ettenheim versuchten sie, einen Automaten aufzubrechen, um Sprengstoff einzubringen. Auch dieser Plan ging schief und verursachte Schäden zwischen 8.000 und 10.000 Euro. Der Prozess wird spannend, denn die ersten Fortsetzungstermine sind bereits für den 12., 29. Juni, sowie den 1. und 3. Juli 2026 angesetzt.

Bevor wir uns in die Details der Anklage vertiefen, sei erwähnt, dass einer der Angeklagten im September 2024 in Denzlingen ein Auto im Wert von über 20.000 Euro stahl. Mit diesem Fahrzeug sollen sie zu den verschiedenen Tatorten gefahren sein. Man fragt sich, wie viel Planung hinter diesen Übergriffen steckte und ob sie wirklich dachten, sie könnten mit solchen Aktionen durchkommen.

Ein Blick auf die Zahlen

Im Jahr 2023 wurden in Deutschland insgesamt 461 Geldautomaten gesprengt, was einen Rückgang von 7,1 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Diese Daten stammen aus dem Bundeslagebild 2023 des Bundeskriminalamtes (BKA). Trotz dieses Rückgangs bleibt die erbeutete Bargeldsumme auf einem hohen Niveau: 28,4 Millionen Euro wurden insgesamt erbeutet. Das BKA weist darauf hin, dass bei 276 dieser Sprengungen die Täter tatsächlich an Bargeld gelangten.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Gewaltbereitschaft der Verdächtigen ist besorgniserregend. So gab es in der Vergangenheit sogar tödliche Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit riskantem Fluchtverhalten. Professionell organisierte Banden scheinen hinter vielen dieser Taten zu stecken, was die Ermittlungen für die Polizei nicht einfacher macht. Im Fall unserer beiden Angeklagten bleibt abzuwarten, welche Strafen sie erwartet. Die Bundesregierung plant, die Strafen für Geldautomatensprengungen auf mindestens zwei Jahre Freiheitsstrafe zu erhöhen. Das könnte ein klares Signal an potenzielle Nachahmer sein.

Der Prozess, der heute beginnt, könnte nicht nur für die Angeklagten von Bedeutung sein, sondern auch für die zukünftige Sicherheit von Geldautomaten in Deutschland. Wie wird die Gesellschaft auf diese Taten reagieren? Und was kann getan werden, um solche Überfälle in Zukunft zu verhindern? Fragen über Fragen, die in den kommenden Wochen vielleicht beantwortet werden.