In Freiburg im Breisgau tut sich was – und das nicht nur bei den Studierenden, die auf den Prüfungsstress zulaufen. Die Stadt hat ein neues Angebot ins Leben gerufen, das sich an die internationale Studentenschaft richtet. Schwimmkurse sind gefragt wie nie zuvor! Das hat einen ernsten Hintergrund: Nach dem tragischen Ertrinken eines ausländischen Studenten im Flückingersee im Jahr 2025 wurde die Notwendigkeit solcher Kurse offensichtlich. Viele Studierende, wie beispielsweise Changje He, haben nie schwimmen gelernt. Das birgt Risiken, besonders wenn man bedenkt, dass die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im vergangenen Jahr 43 Badeunfälle in Baden-Württemberg verzeichnete, die meist in offenen Gewässern stattfanden.
Das Studierendenwerk Freiburg hat sich dieser Herausforderung angenommen und bietet Schwimmkurse für Anfänger an, die von Geschäftsführer Clemens Metz geleitet werden. Die Kurse finden in der Freiburger Keidel-Therme statt und richten sich speziell an Studierende ohne Vorkenntnisse. Ziel ist es, das „Seepferdchen“ zu erreichen – ganz wichtig für mehr Sicherheit im Wasser! Die Einheiten finden zwei Mal pro Woche in verschiedenen Bädern in und um Freiburg, wie dem Westbad und dem Freibad St. Georgen, statt. Jede Einheit dauert etwa 30 Minuten, um eine Überforderung zu vermeiden.
Ein kleiner Beitrag zur Sicherheit
Die Kursreihe umfasst zehn Einheiten und kostet lediglich 25 Euro. Ein echtes Schnäppchen, wenn man bedenkt, wie wertvoll die Fähigkeit zu schwimmen ist! Allerdings gibt es auch organisatorische Herausforderungen, wie die Suche nach ausgebildeten Schwimmlehrkräften und die Reservierung von Becken. Die Nachfrage ist hoch, sodass Interessierte sich vorerst nur anmelden können, wenn sie direkt angeschrieben werden. Eine Warteliste ist also unumgänglich.
Die Schwimmkurse sollen zum Sommersemester starten und ein fester Bestandteil des Service für Studierende werden. Es ist eine proaktive Maßnahme, die nicht nur den Studierenden zugutekommt, sondern auch der gesamten Gemeinschaft. Schließlich ist das Schwimmen nicht nur ein Freizeitvergnügen, sondern auch eine wichtige Fähigkeit, die Leben retten kann.
Wassergewöhnung schon für die Kleinsten
Aber nicht nur für Studierende ist das Schwimmen wichtig. Frühzeitige Wassergewöhnung bei Kindern ist ebenfalls entscheidend. Kinder sollten möglichst früh mit Wasser in Berührung kommen, sei es in der Badewanne, der Dusche oder sogar bei Babyschwimmkursen. Der spielerische Umgang mit Wasser fördert nicht nur die Sicherheit, sondern hilft auch, Wasserangst zu vermeiden. Bei all dem Spaß im Wasser sollte jedoch nie die Aufsicht fehlen! Es gibt Warnungen, dass der Einsatz von Schwimmhilfen wie Schwimmringen oder -sitzen die Gewöhnung an Wasser stark behindern kann. Haltgebende Schwimmhilfen, wie Schwimmbretter, können verloren gehen und beeinträchtigen die Körperbewegungen im Wasser. Das macht es für Kinder schwierig, ihre eigenen Bewegungen richtig einzuschätzen.
Die Freiburger Schwimmkurse sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung – sowohl für internationale Studierende als auch für die Sicherheit der kommenden Generationen. In einer Stadt, die von Wasser umgeben ist, sollten alle die Möglichkeit haben, schwimmen zu lernen und sich sicher im Wasser zu bewegen. Und wer weiß, vielleicht entdecken einige Studierende ja auch die Freude am Schwimmen und entwickeln eine neue Leidenschaft dafür!