Am 15. Mai 2026 war die SickAkademie in Buchholz der Schauplatz eines ganz besonderen Festes. Der Lions Club Waldkirch-Elztal feierte sein 40-jähriges Bestehen – eine Zeitspanne, die mit zahlreichen sozialen Projekten und unermüdlichem Einsatz für das Gemeinwohl gefüllt war. Präsident Mario Eggen eröffnete die Feierlichkeiten und begrüßte zahlreiche Gäste, darunter benachbarte Lions Club-Präsidenten, Bürgermeister aus dem Elz- und Simonswäldertal sowie den Bundestagsabgeordneten Johannes Fechner. Die Atmosphäre war geprägt von einem Gefühl der Verbundenheit und des gemeinsamen Ziels: Menschen zu helfen.
Ein Höhepunkt des Abends war das Kommen von Daniela Schweizer, der Gouverneurin von Lions Deutschland (Distrikt 111), die extra aus Konstanz angereist war. Sie lobte das Engagement des Clubs und stellte fest, dass in den vergangenen 40 Jahren stolze 500.000 Euro für Hilfsprojekte gespendet wurden. Ein beeindruckender Betrag, der zeigt, wie viele Menschen durch die Arbeit des Clubs Unterstützung erfahren haben. „Ständige Weiterentwicklung ist wichtig“, betonte sie und unterstrich die Bedeutung von Demokratie und Vielfalt.
Rückblick und Ehrungen
Präsident Eggen ließ die letzten vier Jahrzehnte Revue passieren, während die Gründungsmitglieder Bernd Einhaus, Frieder Wagner, Karl Alpers und Eberhard Hirschbolz für ihren unermüdlichen Einsatz geehrt wurden. Es war rührend zu sehen, wie die Geschichte des Clubs lebendig wurde und der Stolz der Mitglieder auf die gemeinsam erreichten Erfolge spürbar war. Neu dabei waren Susanne Weis und Bürgermeisterin Britta Dohmen – ein frischer Wind, der die Tradition weitertragen könnte.
Besonders bewegend war die Ehrung von Rochus Becherer für 20 Jahre und Felix Thümmel für 15 Jahre aktive Clubarbeit. Ihre Hingabe und ihr Einsatz sind das Herzstück der Gemeinschaft. Ein Podiumsgespräch, moderiert von Dirk Fischbach, schloss sich an. Hier kamen Clubmitglieder und Oberbürgermeister Michael Schmieder zu Wort. Letzterer bedankte sich für die wertvolle Hilfstätigkeit des Clubs im Elztal und betonte, wie wichtig solche Initiativen für den sozialen Zusammenhalt sind.
Die Bedeutung von Freundschaft und Ehrenamt
„Freundschaft und ehrenamtliche Arbeit sind das Rückgrat unserer Gesellschaft“, schloss Fischbach sein Fazit. In einer Zeit, in der viele Menschen nach Sinn und Zusammenhalt suchen, bieten die Lions Clubs nicht nur lokale Hilfe, sondern engagieren sich auch international. Die Herausforderungen der heutigen Zeit, wie die Renationalisierung und der Verlust an europäischem Zusammenhalt, machen das Engagement umso wichtiger. Die Lions Clubs setzen sich nicht nur für lokale Belange ein, sondern auch für eine liberale, soziale und weltoffene Gesellschaft.
Über 52.000 deutsche Lions sind weltweit aktiv, wo öffentliche Mittel fehlen. Sie übernehmen Verantwortung, fördern den Frieden und die Völkerverständigung – Ziele, die in den Grundsätzen der Organisation verankert sind. Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Lage in Europa ist es von Bedeutung, dass sich die Clubs nicht nur lokal, sondern auch grenzüberschreitend engagieren. Geplante Initiativen, wie die verstärkte Zusammenarbeit und ein jährliches Europa-Forum, sind Schritte in die richtige Richtung.
Wie die Geschichte der Lions Clubs zeigt, ist das Engagement für Gemeinschaft und Demokratie kostbar. Es liegt an uns allen, aktiv für Europa einzutreten und die Diskussionen über Frieden und Rechtsstaatlichkeit zu führen. Der Lions Club Waldkirch-Elztal hat mit seiner Feier nicht nur auf 40 Jahre erfolgreiches Wirken zurückgeblickt, sondern auch einen Anstoß gegeben, weiterhin aktiv zu bleiben und neue Wege zu beschreiten.