Am Samstag, den 9. Mai, war im Enzkreis ein ganz besonderer Tag. Rund 200 Einsatzkräfte und über 50 Fahrzeuge von Feuerwehren, Hilfsorganisationen und dem Technischen Hilfswerk nahmen an der Übung „ENZKonvoi2026“ teil. Die Veranstaltung, organisiert vom Bevölkerungsschutz-Team im Landratsamt, hatte das Ziel, die Verlegung von Fahrzeugen, Material und Einsatzkräften im Falle einer Großschadenslage zu proben. Was für eine logistische Herausforderung!
Landrat Bastian Rosenau war vor Ort, um das Geschehen mitzuerleben – und sicherlich auch um sich ein Bild von den Abläufen zu machen. Unter der Leitung von stellvertretendem Kreisbrandmeister Florian Becker bewegte sich der Fahrzeug-Verband Ost von Maulbronn über Eisingen nach Neuenbürg, während der Fahrzeug-Verband West unter Martin Irion die Route von Neuenbürg über Tiefenbronn nach Maulbronn nahm. Ein gut durchdachtes System, das im Ernstfall entscheidend sein kann.
Herausforderungen und unerwartete Zwischenfälle
Doch wie das Leben so spielt: Während der Übung gab es einen realen Unfall auf der A8, der die Einsatzleitung unter dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Michael Szobries dazu zwang, eine neue Route auszuarbeiten. Glücklicherweise konnte die geplante Strecke dennoch befahren werden. Das ist schon ein wenig nervenaufreibend, oder? Besonders, wenn man bedenkt, dass Verkehrsteilnehmer sich zwischen die Fahrzeuge des Verbands mischten. Da mussten alle ganz schön auf Zack sein!
Die Gesamtbewertung der Übung fiel positiv aus. Abläufe und Kommunikationswege funktionierten gut, was in solchen Situationen von größter Bedeutung ist. Ein herzliches Dankeschön gebührt allen Beteiligten und dem Bevölkerungsschutz-Team für ihr Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz. Man kann sich gar nicht genug vorstellen, wie viel Arbeit und Planung in einer solchen Übung steckt.
Ein Blick in die Zukunft
In Anbetracht solcher Übungen wird deutlich, wie wichtig die Ausbildung im Bereich Krisen- und Notfallmanagement ist. Wer sich für ein Masterstudium in diesem Bereich interessiert, sollte einige Voraussetzungen mitbringen. Ein Bachelorabschluss in einem medizinischen oder medizinnahen Fachgebiet sowie eine einjährige Berufserfahrung in Behörden oder Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sind notwendig. Klar, hier geht es nicht nur um Theorie, sondern auch um praktische Erfahrung. Und die ist Gold wert, wenn es um Menschenleben geht.
Für diejenigen, die vielleicht nicht den klassischen Weg gehen, gibt es Möglichkeiten zur Beratung, ob der Master auch mit einem Bachelorabschluss von weniger als 210 CP belegt werden kann. Das zeigt, dass es auch Wege gibt, die eigene Karriere im Bereich Notfallmanagement zu gestalten. Ein Bereich, der, wie wir an diesem Tag im Enzkreis gesehen haben, nie an Relevanz verlieren wird.