Heute ist der 28.05.2026, und in Calw tut sich einiges in der Jugendarbeit. Die Stadt hat sich entschlossen, ihren Kurs neu zu justieren und die Jugendarbeit in frische Bahnen zu lenken. Was bedeutet das konkret? Das Jugendhaus, ein Ort für viele Jugendliche, öffnet seine Türen nun seltener. Statt wie gewohnt, gibt es jetzt nur noch freitags die Möglichkeit, sich dort zu treffen. Ein Umdenken, das vor allem darauf abzielt, Kinder und Jugendliche besser in ihren Lebenswelten zu erreichen und ihre Teilhabechancen zu verbessern.

Ein zentraler Punkt dieser Neuausrichtung ist die Erweiterung der Schulsozialarbeit, die seit April 2026 an verschiedenen Grundschulen in Calw ausgebaut wurde. An den Schulen Altburg, Stammheim und Wimberg wurden neue Stellen geschaffen, die jeweils zu 25 Prozent besetzt sind. Auf der anderen Seite wurde an der Grundschule Hirsau eine Stelle von 50 Prozent auf 25 Prozent reduziert – eine Entscheidung, die nicht ohne Diskussion blieb. An anderen Schulen, wie der Heumadenschule oder dem Maria-von-Linden-Gymnasium, bleiben die Stellenanteile unverändert. Hier zeigt sich bereits der Einfluss von Corona, das die Fallzahlen in der Schulsozialarbeit spürbar angehoben hat.

Neues Konzept für die Jugendarbeit

Die Waldhaus gGmbH übernimmt die Federführung für das Ferienprogramm und kooperiert eng mit der Stadt. Ab dem kommenden Schuljahr haben Erstklässler einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, was schrittweise auf alle Grundschüler ausgeweitet wird. Die Ferienbetreuung wird künftig zentral an der Erna-Brehm-Schule angeboten – das klingt praktisch, oder? Aber es gibt auch einige Veränderungen, die nicht jedem gefallen. So bleibt der Jugendtreff Heumaden geschlossen, was bei vielen Jugendlichen auf Unverständnis stößt. Die offene Kinder- und Jugendarbeit wird sozialräumlich orientiert, was bedeutet, dass Angebote in drei definierten Sozialräumen – Osten, Zentral und Westen – geplant werden. Die Stadt scheint also einen neuen Weg gehen zu wollen, um den Bedürfnissen der Jugendlichen gerecht zu werden.

Jetzt im Kontext der geplanten mobilen Angebote, die mit Spiel- und Sportmaterial sowie Musikanlagen ausgestattet sind, wird deutlich, dass die Stadt versucht, innovative Lösungen zu finden. Aber nicht jeder im Ausschuss ist überzeugt. Während einige die Vorteile des neuen Konzeptes sehen, gibt es auch kritische Stimmen, die Bedenken äußern. Die Debatte ist also in vollem Gange, und das neue Konzept läuft bereits, auch wenn es im August eine Pause gibt und im September fortgeführt wird.

Rechtliche Grundlagen und neue Ansprüche

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben sollte, ist das neue Gesetz zur Stärkung der Angebote der Jugendarbeit im Ganztag während der Schulferien, das am 1. August 2026 in Kraft tritt. Es erweitert die Gestaltungsmöglichkeiten für Länder und Kommunen erheblich. Ab dem Schuljahr 2029/30 haben Kinder der ersten bis vierten Klassen montags bis freitags Anspruch auf acht Stunden tägliche Förderung in einer Kindertageseinrichtung. Das bedeutet, dass auch in den Ferien ein Anspruch auf entsprechende Angebote besteht – eine spannende Sache, die die Jugendarbeit auf eine neue Ebene heben könnte. Sportvereine und Musikschulen können in diese Angebote eingebunden werden, was die Vielfalt der Möglichkeiten erhöht.

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Der Gesetzgeber lässt den Ländern zudem die Freiheit, Schließzeiten von bis zu vier Wochen im Jahr während der Schulferien zu regeln. Das ist ein grandioser Schritt, um den Bedürfnissen von Eltern und Kindern gerecht zu werden. Die Jugendarbeit hat in dieser Zeit nicht nur eine Funktion in der Betreuung, sondern auch eine wichtige Rolle für die Erholung und Selbstorganisation der Kinder. Durch diese neuen Regelungen wird die Verantwortung für die Planung und Qualität der Angebote bei den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe liegen – eine Herausforderung, die mit Sicherheit auch viele Chancen mit sich bringt.

Insgesamt zeigt sich, dass Calw und die darüber hinausgehenden Regelungen auf Bundesebene einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung machen. Die Veränderungen in der Jugendarbeit sind nicht nur ein Zeichen des Wandels, sondern auch ein Signal für die Wertschätzung der Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in unserer Gesellschaft.