Ein aufregender Tag für die Stadt Calw! Am 15. Mai 2026 um genau 17:17 Uhr wurde der neue Radweg von der Innenstadt auf den Wimberg feierlich eingeweiht. Was für ein Meilenstein nach einer langen Planungs-, Umsetzungs- und Genehmigungsphase von sage und schreibe zehn Jahren! Oberbürgermeister Florian Kling ließ es sich nicht nehmen, die symbolische Eröffnung mit einem roten Band zu zelebrieren. Dabei gab es nicht nur lobende Worte, sondern auch eine kleine, aber deutliche Kritik an der Bürokratie, die viele Hürden auf dem Weg zur Realisierung aufgestellt hatte. Man könnte sagen, es war ein echter Kraftakt, der die Geduld aller Beteiligten auf die Probe stellte.
Der Radweg hat nicht nur eine praktische Funktion, sondern auch eine umweltfreundliche Note. Er wurde ohne Rodung von Wäldern realisiert, was nicht nur den Naturschutzgedanken stärkt, sondern auch dafür sorgt, dass vorhandene Wanderwege ausgebaut wurden. Ein Naturbiotop, das während der Planungsphase entstand, stellte dabei eine besondere Genehmigungshürde dar. Aber das Team hat durchgehalten und nun profitieren die Bürger von einem sicheren und modernen Radweg, der besonders für Schüler, die das Hermann-Hesse-Gymnasium besuchen, von Bedeutung ist. Schulleiter Markus Köcher hat sich ebenfalls für die Nutzung des Radwegs ausgesprochen – ein echter Gewinn für die gesamte Schülerschaft!
Innovation und Sicherheit
Besondere Aufmerksamkeit verdient die 180-Grad-Spitzkehre des neuen Radwegs, die beleuchtet ist. Ein cleveres Detail: Die Beleuchtung aktiviert sich nur, wenn Fußgänger oder Radfahrer nachts den Weg nutzen. So wird nicht nur Energie gespart, sondern auch für mehr Sicherheit gesorgt. Ein Schritt, der zeigt, dass moderne Infrastruktur auch durchdacht sein kann.
Doch das ist nur der Anfang! Der Verwaltungs- und Wirtschaftsausschuss des Landkreises Calw hat bereits das Radwegekonzept aktualisiert, um Lücken in der Radwegeinfrastruktur zu schließen. Neue Verbindungen sind in Planung, insbesondere in der Stadt Calw und zu den Nachbargemeinden. Eine Fahrradstraße zwischen Wildbad und Calmbach im Oberen Enztal steht ebenfalls auf der Agenda. Der Arbeitskreis Radverkehr hat sich intensiv mit Änderungen und Ergänzungen von Projekten auseinandergesetzt, was zeigt, wie wichtig die Integration von Radwegen für die Förderung durch Zuschüsse ist.
Ein Teil eines größeren Plans
Das alles geschieht im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans 3.0, einer Strategie der Bundesregierung, die darauf abzielt, den Radverkehr in Deutschland bis 2030 attraktiver und sicherer zu machen. Ziel des Plans ist es, die Anzahl der mit dem Fahrrad zurückgelegten Kilometer erheblich zu erhöhen. In diesem Zusammenhang sind vier Säulen der Radverkehrsförderung definiert: Politik, Infrastruktur, Mensch und Wirtschaft. Es ist spannend zu sehen, wie sich all diese Aspekte auf lokaler Ebene widerspiegeln und konkretisiert werden.
Ehrlich gesagt, es gibt noch viel zu tun! Aber mit solchen Initiativen wie dem neuen Radweg in Calw wird der Weg – im wahrsten Sinne des Wortes – für eine radfreundliche Zukunft geebnet. Die Vision „Fahrradland Deutschland 2030“ könnte bald Wirklichkeit werden, und das ist etwas, worauf man stolz sein kann!