Am Freitag, dem 22. Mai, wurde im Malteserschloss Heitersheim ein neues Kapitel aufgeschlagen. Die Vaterhaus gGmbH feierte die Eröffnung von zwei Wohngruppen und zwei Wohngemeinschaften für junge Menschen. Vertreter aus Politik, Verwaltung und sozialen Einrichtungen waren anwesend und sorgten für eine feierliche Atmosphäre. Geschäftsführer Armin Rüde ließ es sich nicht nehmen, den Mitarbeitenden für ihren unermüdlichen Einsatz während des Umzugs zu danken. Denn das Wichernhaus in Freiburg, wo die Gruppen zuvor untergebracht waren, wurde saniert. Der Umzug in die modernen, großzügigen Räume fand Anfang April statt, und jetzt dürfen 24 junge benachteiligte Bewohner, viele von ihnen geflüchtete Jugendliche aus der Ukraine, hier ein neues Zuhause finden.

Das Eröffnungsfest war ein wahres Fest für die Sinne! Führungen durch die neuen Räumlichkeiten, mit Musik und einer Hüpfburg für die Kleinen, tummelten sich die Kinder und Jugendlichen fröhlich zwischen den Gemeinschaftsbereichen. Diese großzügigen Räume sind nicht nur ein Ort zum Wohnen – sie sind ein wichtiger Teil des alltäglichen Miteinanders. Bürgermeister Christoph Zachow und weitere Vertreter aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald wünschten den Kindern und Jugendlichen einen guten Start in dieser neuen Umgebung. Eine Tombola, die für einen neuen Hasenstall geplante Mittel sammeln sollte, rundete die Feier ab und sorgte für zusätzliche Spannung.

Ein Blick in die Zukunft

Die Geschichte des Vaterhauses ist vielfältig und bewegt. Im Jahr 2022 flohen 170 Kinder und Jugendliche aus dem Heim „Vaterhaus“ bei Kiew, und die Evangelische Stadtmission Freiburg sowie regionale Initiativen halfen ihnen, eine neue Heimat in Freiburg zu finden. Aktuell stehen die neuen Wohngruppen im Malteserschloss Heitersheim für die Integration und Unterstützung dieser Jugendlichen. Im Frühjahr 2026 sind bereits weitere Pläne in der Mache: Das Stammhaus der Stadtmission wird kernsaniert, und die beiden aktuellen Wohngruppen werden dann in das historische Gebäude umziehen. Thorsten Culmsee, Dezernent des Landkreises, betont die Dringlichkeit solcher Angebote, die für viele Kinder und Jugendliche von großer Bedeutung sind.

Mit 24 neu geschaffenen Plätzen, davon 17 speziell für Kinder ab neun Jahren aus dem Vaterhaus, wird ein umfassendes Unterstützungsangebot bereitgestellt. Rund um die Uhr Betreuung und zusätzliche Plätze für Kinder und Jugendliche aus Deutschland sind Teil des Konzepts. Über 20 Mitarbeiter werden in Schichten arbeiten, um die jungen Menschen bestmöglich zu unterstützen. Ein Einzug ist in den Osterferien 2026 geplant.

Einrichtungsverzeichnis und mehr

In einem weiteren Schritt zur Verbesserung der Versorgung und Integration von Kindern und Jugendlichen wird ein bundesweites Einrichtungsverzeichnis eingeführt. Dieses Verzeichnis soll dabei helfen, freie Plätze in passenden Einrichtungen schnell zu finden. Ziel ist es, einen Überblick über die verschiedenen Angebote zu schaffen, die spezielle Hilfebedarfe abdecken. Zudem wird eine Stellenbörse für VPK-Mitglieder bereitgestellt, die die Suche nach pädagogischen Fachkräften erleichtert. Das Ganze wird über die Website www.vpk-einrichtungen.de zugänglich sein. So wird ein Netzwerk geschaffen, das nicht nur den jungen Menschen zugutekommt, sondern auch den Einrichtungen selbst, die dringend auf qualifiziertes Personal angewiesen sind.

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Die Entwicklungen rund um das Malteserschloss und die neuen Wohngruppen sind ein Zeichen für Hoffnung und Veränderung im Breisgau-Hochschwarzwald. Ein Ort, an dem Zusammenhalt und Unterstützung im Mittelpunkt stehen, wird hier weiter wachsen und gedeihen.