Die Spritpreise in Deutschland sind ein Thema, das viele Autofahrer bewegt. Wer mit dem Auto ins Ausland fährt, kann je nach Reiseland durchaus Geld beim Tanken sparen. Besonders in östlichen und südöstlichen Nachbarländern sind die Preise oft günstiger als hierzulande. Laut einer aktuellen ADAC Preiserhebung vom 26. April kostet Diesel in Deutschland 2,195 Euro und Super E10 2,099 Euro. Ein Blick über die Grenze zeigt, dass es Alternativen gibt, die den Geldbeutel entlasten können.

Die EU-Kommission hat festgestellt, dass die Preisunterschiede trotz des Irankriegs nicht mehr so ausgeprägt sind wie zu Beginn des Konflikts. So haben einige Länder, wie Polen, die Mehrwertsteuer auf Benzin und Diesel von 23 % auf 8 % gesenkt und tägliche Höchstpreise festgelegt. In Slowenien sind die Spritpreise gedeckelt, sodass Super E10 bei 1,61 Euro und Diesel bei 1,74 Euro liegt. Auch Tschechien und Kroatien haben Höchstpreise eingeführt, während in Österreich die Mineralölsteuer zwar niedriger, die Preise jedoch gestiegen sind, da die Spritpreisbremse ausgelaufen ist.

Spritpreise im europäischen Vergleich

Ein Blick auf die Nachbarländer zeigt, wo Autofahrer günstiger tanken können. Luxemburg, Österreich, Polen, Slowenien und Tschechien sind die Länder, in denen die Spritpreise im Vergleich zu Deutschland niedriger ausfallen. Im Gegensatz dazu müssen Reisende in den Niederlanden, Dänemark und der Schweiz mit höheren Preisen rechnen. In Italien gibt es aktuell eine Steuersenkung auf Benzin und Diesel um 25 Cent pro Liter bis zum 1. Mai, was den Preis für Autofahrer ebenfalls attraktiv macht.

Besonders interessant ist die Situation in Ungarn, wo der Preisdeckel nicht für ausländische Fahrzeuge gilt. Urlauber müssen hier teurer tanken, während die Slowakei höhere Dieselpreise für ausländische Reisende verlangt und die Mitnahme von mehr als 10 Litern in Kanistern verboten hat. Griechenland setzt auf Gewinndeckelung für Raffinerien und Tankstellen, um faire Preise zu gewährleisten.

Tanktourismus und regionale Unterschiede

Der Tanktourismus kann jedoch auch seine Tücken haben. Lange Warteschlangen und mögliche Kraftstoffengpässe sind keine Seltenheit, weshalb der ADAC von langen Strecken nur zum Tanken abrät. Es kann sich jedoch lohnen, wenn man ohnehin in einem günstigen Land unterwegs ist. Die Preise können zudem regional variieren, und an Autobahnen sind sie oft höher.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Zusätzlich profitieren Autofahrer in Deutschland von den Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung, die eine Senkung der Energiesteuer beschlossen hat. Diese beträgt befristet 14,04 Cent pro Liter für zwei Monate und soll zur Entlastung der Bürger und der Wirtschaft, insbesondere im Handwerk und in der Logistik, beitragen. Die gesamte Steuersenkung summiert sich auf circa 17 Cent pro Liter und gilt vom 1. Mai bis zum 30. Juni 2026. Diese Regelung soll vor allem auch den Anstieg der Kraftstoffpreise seit dem 28. Februar 2026 abmildern.

Wer die aktuellen Spritpreise im Blick behalten möchte, für den empfiehlt sich die ADAC Drive App zur Echtzeitverfolgung der Preise in Deutschland. So bleibt man stets informiert und kann den besten Zeitpunkt zum Tanken planen.