Am heutigen Tag, dem 24. April 2026, war es ein besonderer Moment für die Gemeinden Tasdorf und Großharrie. Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen übergab feierlich einen Förderbescheid in Höhe von 905.000 Euro für den Bau eines neuen Radwegs, der die beiden Orte miteinander verbinden wird. Diese Investition stammt aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundesverkehrsministeriums, welches sich für die Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur in Deutschland starkmacht.
Bei der Übergabe waren auch Marco Sievers, der Bürgermeister von Tasdorf, und Karl-Hans Blöcker, der Bürgermeister von Großharrie, anwesend. Ihr gemeinsames Ziel ist es, eine Lücke im bestehenden Radwegenetz der Region zu schließen. Der neue Radweg ist besonders wichtig für Schülerinnen und Schüler, Freizeitradler sowie Urlaubsgäste, die die malerische Landschaft der Umgebung erkunden möchten. Der Baustart ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant, und die Fertigstellung soll Mitte 2027 erfolgen. Insgesamt belaufen sich die Kosten des Projekts auf rund 1,2 Millionen Euro.
Förderung und Ziele des Projekts
Das Sonderprogramm „Stadt und Land“ unterstützt nicht nur den Bau von Radwegen, sondern fördert auch die Schaffung sicherer und moderner Abstellanlagen sowie Fahrrad-Servicestationen. Damit wird das Ziel verfolgt, die Attraktivität des Radverkehrs zu steigern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung, das darauf abzielt, umweltfreundliche Mobilität zu fördern.
Insgesamt stehen für Schleswig-Holstein im Zeitraum von 2020 bis 2030 rund 79,9 Millionen Euro zur Verfügung, um den Radverkehr auszubauen. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem die Herstellung flächendeckender, getrennter und sicherer Radverkehrsnetze sowie der Neu- und Ausbau von Radwegen. Damit wird ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Verkehrsstruktur unternommen.
Gesundheit und Klimaschutz im Fokus
Der Radverkehr spielt nicht nur eine zentrale Rolle für die Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung, sondern trägt auch zur Gesundheit der Bevölkerung bei. Radfahren fördert die tägliche körperliche Aktivität und hilft insbesondere Kindern und Jugendlichen, wichtige Fähigkeiten für die sichere Teilnahme am Straßenverkehr zu entwickeln. In Deutschland machen Rad- und Fußverkehr zusammen bereits 37 % aller Wege aus, was die Bedeutung dieser Verkehrsarten unterstreicht.
Ab 2026 wird die Förderung des Rad- und Fußverkehrs aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) finanziert, was zusätzliche Mittel für Projekte wie das geplante Radweg-Projekt in Tasdorf und Großharrie bereitstellt. Die verschiedenen Förderprogramme, darunter „Aktive Mobilität“ und das Sonderprogramm „Stadt und Land“, legen den Grundstein für eine zukunftsfähige Radverkehrsinfrastruktur, die sowohl für urbane als auch ländliche Räume von Bedeutung ist.