Heute ist der 26.04.2026 und die Situation in der Gastronomie im malerischen Ostholstein bleibt angespannt. Trotz der seit dem 1. Januar geltenden Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 7 Prozent für Speisen in Restaurants haben viele Gastronomiebetriebe ihre Preise nicht gesenkt. Stattdessen steigen die Kosten weiter und die Gäste merken kaum eine Erleichterung.

Die Preise für traditionelle Gerichte, wie etwa ein Wiener Schnitzel, liegen nun bei rund 30 Euro, während eine Currywurst mit Pommes über 10 Euro kostet. Viele Restaurantbesitzer in der Region kämpfen ums Überleben, und die Corona-Pandemie hat die Situation nicht gerade einfacher gemacht. Die Gastronomie steht vor der Herausforderung, gestiegene Kosten für Personal, Energie und Lebensmittel zu bewältigen. Der erhöhte Mindestlohn und die hohen Lohnnebenkosten setzen den Betrieben zusätzlich zu.

Preiserhöhungen trotz Steuersenkung

Ein Blick auf die Realität zeigt: Die erhoffte spürbare Preissenkung auf den Speisekarten blieb aus. In Ostholstein bleibt die Preislage für viele Gäste stabil oder ist sogar gestiegen. Branchenvertreter und die Politik sehen sich einer ernüchternden Realität gegenüber: sinkende Frequenzen und eine steigende Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Viele Familien bestellen weniger oder teilen sich Getränke, was den Umsatz in den Restaurants weiter drückt.

Die Gastronomie hat sich von den Corona-Folgen nicht erholt, und Insolvenzen unter Restaurant- und Cafébetreibern nehmen zu, besonders in ländlichen Gebieten. Bruno Lambri, Betreiber eines Lokals in Mainz, hat auf die veränderte Konsumlaune reagiert und bietet beispielsweise ein „Date-Night“-Menü an, bei dem Paare sich ein Drei-Gänge-Menü teilen können. Er reduziert auch seine Speisekarte und setzt auf frische Tagesempfehlungen, um Kosten zu kalkulieren und Gäste anzulocken.

Die Herausforderung der Branche

Die Mehrwertsteuersenkung, ein Wahlversprechen von Union und SPD, reicht laut dem Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA nicht aus, um die Branche zu stabilisieren. Viele Gastronomen geben an, dass gestiegene Kosten für Strom, Wasser, Gas und Löhne die Weitergabe der Steuersenkung an die Gäste verhindern. 22 Prozent der Gastronomen planen sogar, ihre Preise zu erhöhen. Das Konsum-Barometer der GfK zeigt einen negativen Trend in der Kauf- und Genusslaune der Verbraucher. Der Druck auf die Gastronomie bleibt hoch, und die Wahrscheinlichkeit, dass Restaurantbesuche auf einem höheren Preisniveau bleiben, ist groß – mit weitreichenden Folgen für Gäste und Gastronomie.

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Insgesamt zeigt sich, dass die Gastronomie in Ostholstein und darüber hinaus vor enormen Herausforderungen steht. Die Hoffnungen auf eine spürbare Entlastung durch die Mehrwertsteuersenkung sind bislang nicht erfüllt worden, und die Branche muss sich weiterhin anpassen, um über Wasser zu bleiben.